Heiße Tage, frische Lebensmittel: Worauf es jetzt ankommt
Grillabende, Picknicks und Gartenpartys gehören für viele zum Sommer dazu. Doch gleichzeitig landen in dieser Jahreszeit besonders viele Lebensmittel im Müll. Der Grund: Bei hohen Temperaturen verderben Lebensmittel schneller. Gleichzeitig steigt mit den Temperaturen das Risiko für Lebensmittelbedingte Erkrankungen. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) empfiehlt eine vorausschauende Essensplanung und Lagerung, denn wer Lebensmittel richtig kühlt, schützt nicht nur seine Gesundheit, sondern schont auch Geldbeutel und Umwelt.

Richtig kühlen schützt Lebensmittel und Gesundheit
Besonders empfindliche Lebensmittel wie rohes Fleisch, Wurst, Milchprodukte sowie Gerichte mit rohem Ei verderben bei sommerlichen Temperaturen besonders schnell. Bereits bei Zimmertemperatur können sich aus einer kleinen Anzahl an Salmonellen innerhalb weniger Stunden Tausende Keime entwickeln. Deshalb sollte an heißen Tagen eine lückenlose Kühlkette unbedingt eingehalten werden, vom Einkauf über den Transport und die Lagerung im Kühlschrank bis hin zum Verzehr bei Picknick und Grillen. Wer im Freien isst, sollte Speisen außerdem nicht unnötig lange der Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung aussetzen, sondern erst kurz vor dem Verzehr servieren. Zudem ist es sinnvoll, zunächst kleinere Portionen bereitzustellen und bei Bedarf Nachschlag zu holen.
Doch nicht nur kühlpflichtige Lebensmittel reagieren empfindlich auf Hitze. Auch viele Obst- und Gemüsesorten verderben bei Wärme schneller. Bei deutlich steigenden Temperaturen in der Küche sollten Obst und Gemüse ebenfalls im Kühlschrank oder einem anderen kühlen Ort aufbewahrt werden. Wer Speisen konsequent kühlt und Lebensmittel entsprechend ihren Lagerungsempfehlungen aufbewahrt, kann ihre Haltbarkeit verlängern und so unnötige Lebensmittelabfälle vermeiden.
Gute Planung – weniger Risiko
Verdorbene Speisen sollten grundsätzlich nicht verzehrt werden. Das gilt für alle Menschen, besonders für Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Der beste Schutz ist Vorbeugung: Wer nur so viel zubereitet, wie tatsächlich benötigt wird, und konsequent hygienisch arbeitet, reduziert das Risiko für lebensmittelbedingte Infektionen und vermeidet gleichzeitig Lebensmittelverschwendung. „Lebensmittel sollten nie lange ungekühlt in der Sonne stehen. Auch das nachträgliche Kühlen macht sie nicht wieder sicher“, sagt Referentin Kristina Rerich, Lebensmittelexpertin bei der VZSH.
Tipps zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln im Sommer
- Mengen realistisch planen: Nur so viel kaufen und zubereiten, wie tatsächlich gegessen wird, besonders bei Grill- und Gartenpartys.
- Kühlpflichtige Produkte immer gut gekühlt transportieren und zuletzt einpacken. Kühlboxen mit Akkus sind ideal für Picknick und Grillen.
- Fleisch immer gut durchgaren (mindestens 70 °C Kerntemperatur) und nur so viel grillen, wie auch aufgegessen wird.
- Warme Speisen heiß halten (über 65 °C); Übriggebliebenes rasch abkühlen und innerhalb kurzer Zeit aufbrauchen.
- Hände und Küchengeräte gründlich reinigen, für Fleisch und Gemüse getrennte Schneidebretter verwenden.
- Empfindliche Lebensmittel wie rohe Eier, Hackfleisch oder Meeresfrüchte im Sommer nur frisch kaufen und zügig verbrauchen.
Tipp: Besuchen Sie unseren kostenlosen Online-Vortrag zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung am 01. Oktober 2026 im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung „Zu gut für die Tonne!“. Die Themen reichen von der bewussten Planung über den Einkaufszettel und den Blick in den Kühlschrank bis hin zur kreativen Resteverwertung.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.