Heizungstausch: Wärmepumpen boomen, Preise bleiben stabil

Pressemitteilung vom 22. Oktober 2026

Der Absatz von Wärmepumpen ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen. Gleichzeitig haben sich die Preise für viele Heiztechniken nach Jahren kräftiger Anstiege weitgehend stabilisiert. Dennoch gibt es bei Wärmepumpenangeboten erhebliche Preisunterschiede. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) empfiehlt deshalb, vor dem Heizungstausch mehrere Angebote einzuholen und zu prüfen.

Nach Jahren deutlicher Preissteigerungen zeichnet sich bei den Kosten für Heiztechniken eine Entspannung ab. Laut einer Auswertung der Energieberatung der Verbraucherzentrale stiegen die Preise für 21 untersuchte Heiztechniken im Jahr 2026 durchschnittlich nur noch um 2,7 Prozent. Bei der besonders verbreiteten Luft-Wasser-Wärmepumpe blieb der durchschnittliche Anschaffungspreis mit rund 36.000 Euro sogar auf Vorjahresniveau.

„Die stark gestiegene Nachfrage zeigt deutlich, dass immer mehr Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer die Wärmepumpe als besonders zukunftsfähige Heizlösung betrachten. Gleichzeitig sorgen die stabilen Heiztechnikpreise für mehr Planungssicherheit beim Heizungstausch“, so Carina Vogel von der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zusätzliche Orientierung bieten die nun bekannten Rahmenbedingungen der schrittweisen Reduzierung der Bundesförderung beim Heizungstausch sowie das in Kraft getretene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). 

Stabile Preise, aber große Unterschiede bei Wärmepumpenangeboten

Wer seine Heizung austauschen möchte, sollte mehrere Angebote einholen und sorgfältig vergleichen. Wie wichtig das ist, zeigen Auswertungen der Energieberatung der Verbraucherzentrale von mehr als 2.000 Wärmepumpenangeboten: Sowohl bei den Preisen als auch beim Leistungsumfang gibt es erhebliche Unterschiede. Selbst bei vergleichbaren Wärmepumpen betrugen die Preisabweichungen in Einzelfällen bis zu 250 Prozent. Um kostspielige Fehlentscheidungen zu vermeiden, sollten Hauseigentümer die eingeholten Angebote unabhängig prüfen lassen. Dafür bietet die Verbraucherzentrale einen kostenlosen Wärmepumpenangebotsvergleich an.

Darüber hinaus unterstützt die Energieberatung der Verbraucherzentrale Verbraucher bei der Bewertung geeigneter Heiztechniken sowie Handwerkerangebote und informiert über Fördermöglichkeiten. Damit lassen sich Investitionen besser planen und finanzielle Risiken reduzieren. Wer sich für eine klimafreundliche Heiztechnik entscheidet, reduziert zugleich die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas. Das macht Haushalte widerstandsfähiger gegenüber Energiekrisen und starken Preisschwankungen.

Bei Fragen zur Heiztechnik sowie anderen Energiethemen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem Angebot weiter. Die Fachleute beraten individuell und anbieterunabhängig. Die kostenfreie Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch an über 20 Standorten in ganz Schleswig-Holstein statt – ganz ohne Mitgliedschaft. Beratungen bei Verbrauchern zu Hause kosten maximal 40 Euro. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es unter www.verbraucherzentrale.sh/energieberatung, telefonisch unter 0800-809 802 400 (bundesweit kostenfrei) und 0431-590 99 40 sowie in unseren Vorträgen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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