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Earth Overshoot Day 2022: Rohstoffverbrauch auf Pump

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Am 28. Juli 2022 hat die Menschheit weltweit sämtliche Ressourcen verbraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann. Das heißt: Für den Rest des Jahres geht der Verbrauch von Wasser, Holz, fruchtbaren Ackerböden und anderen Rohstoffen auf Kosten der Zukunft.

Am 28. Juli 2022 hat die Menschheit weltweit sämtliche Ressourcen verbraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann. Das heißt: Für den Rest des Jahres geht der Verbrauch von Wasser, Holz, fruchtbaren Ackerböden und anderen Rohstoffen auf Kosten der Zukunft, denn damit werden Ressourcen unwiederbringlich vernichtet.

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Im Coronajahr 2020 lag der Erdüberlastungstag fast drei Wochen später, 2021 schon wieder so früh wie vor der Corona-Pandemie.  Die Organisation Global Footprint Network berechnet das Datum anhand des ökologischen Fußabdrucks einzelner Länder. Sie verrechnet die Biokapazität der Erde, also die Fähigkeit unseres Planeten, Ressourcen zu produzieren oder wiederherzustellen mit dem Verbrauch der Ressourcen in den einzelnen Ländern. „Die Werte für Deutschland sind noch dramatischer als weltweit: Hier war der Erdüberlastungstag bereits am 04. Mai. Seitdem leben wir auf Pump – zulasten nachfolgender Generationen“, sagt Sascha Beetz, Referent für Klimaschutz, Energie und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH). Die Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen übersteigt das Angebot und die Möglichkeiten der Erde.

Erdüberlastungstag nach hinten schieben – das kann jeder tun

Durch die Verringerung von Treibhausgasemissionen wie CO2 lässt sich der Erdüberlastungstag nach hinten schieben. Allein auf den CO2-Ausstoß entfallen laut Global Footprint Network fast 60 Prozent des ökologischen Fußabdrucks. Bei einer Halbierung der Emissionen könnte deshalb der Tag um 93 Tage nach hinten verschoben werden. Neben dem Mobilitätsverhalten und den Ernährungsgewohnheiten spielt dabei vor allem der Energieverbrauch eine entscheidende Rolle. „Heizen mit Öl und Gas macht den Löwenanteil des CO2-Ausstoßes im Haushalt aus“, so Sascha Beetz. „Aufgrund der aktuell stark ansteigenden Energiepreise gibt es sozusagen eine doppelte Motivation, Energie zu sparen. In vielen Haushalten ließe sich der Energieverbrauch ohne großen Verzicht bis zu 30 Prozent senken.“  Tipps und individuelle Empfehlungen dazu erhalten Interessierte bei der Energieberatung der VZSH.

Auch auf politischer Ebene setzt sich die VZSH für Klimaschutz ein. Die Folgekosten der Erderwärmung werden ohne stringentes Gegensteuern weiter ansteigen und sind von allen zu tragen. Unter anderem deshalb ist Klimaschutz auch Verbraucherschutz und im Interesse aller Menschen in Schleswig-Holstein.

 

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Energieberater der Verbraucherzentrale

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