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Inhalte und Bildungspartner

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Hier stellen wir Inhalte und Bildungspartner unserer Fachtagung vor.

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Verbraucherbildung im Unterricht

Vor mehr als zehn Jahren hat das Schulfach Verbraucherbildung einen festen Platz im Lehrplan Schleswig-Holsteins erhalten. Das ehemalige Fach Haushaltslehre wurde in Verbraucherbildung umbenannt und neu gestaltet. Seitdem wird an Gemeinschaftsschulen und Förderzentren in Schleswig-Holstein Verbraucherbildung unterrichtet. Dies kann grundsätzlich ab der fünften Klasse geschehen. Spätestens ab der siebten Klasse bieten Schulen Verbraucherbildung im Kernfach oder im Wahlpflichtbereich als eigenes Fach an. 
Die Ausgestaltung an den Schulen im Land ist unterschiedlich. Die Schulen haben Freiräume zur organisatorischen Umsetzung des Faches mit eigenen Schwerpunkten. Schülerinnen und Schüler erhalten umfassenden Einblick in folgende Themen:

  • Ernährung und Gesundheitsförderung
  • Esskultur und Techniken der Nahrungszubereitung
  • Lebensführung als Potenzial
  • Wirtschaftliche und nachhaltige Lebensführung
  • Rolle als Verbraucher

In der Grundschule vermitteln Lehrkräfte Grundwissen aus der Verbraucherbildung, insbesondere im Fach Sachunterricht. Dort geht es um Ernährung und Gesundheit sowie Umgang mit dem eigenen Geld. Ein weiteres wichtiges Thema ist das Zusammenleben in einer Gemeinschaft. Verbraucherbildung findet sich an Grundschulen auch fachübergreifend. So lesen Schulklassen im Deutschunterricht zum Beispiel Texte zu Verbraucherthemen oder beschäftigen sich im Matheunterricht mit Geld und Preisen.

In Schleswig-Holstein gibt es eine wissenschaftliche Lehrkräfteausbildung im Fach Verbraucherbildung. Die Europa-Universität Flensburg bietet die Möglichkeit, einen Studienabschluss in Verbraucherbildung zu erwerben (Masterabschluss Ernährung und Verbraucherbildung). Darüber hinaus können Lehrkräfte sich mit Fortbildungen für Verbraucherbildung qualifizieren. Silke Phieler bietet regelmäßig einen Zertifikatskurs Verbraucherbildung über das IQSH an. Dieser geht über ein Schuljahr und richtet sich an fachfremde Lehrkräfte. 

 

Ernährung und Verbraucherbildung studieren an der Europa-Universität Flensburg

Die Europa-Universität Flensburg bietet im Master den Teilstudiengang Ernährung und Verbraucherbildung an. Ziel ist der Erwerb fachwissenschaftlicher und -didaktischer Kenntnisse sowie fachpraktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Vermittlung von Ernährungs- und Verbraucherbildung in der Schule. Im Mittelpunkt stehen Konsumentscheidungen im Verbraucheralltag mit folgenden Themengebieten:

  • Ernährung und Gesundheit
  • Finanzkompetenz
  • Verbraucherrecht
  • Medienkompetenz
  • Nachhaltiger Konsum 

Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs erarbeiten mit ihren Schülern Kenntnisse und Fertigkeiten für wirtschaftliche, nachhaltige und gesundheitsverträgliche Verbraucherentscheidungen. Die Europa-Universität Flensburg arbeitet regelmäßig mit Schulen zusammen.
In Lernwerkstätten entwickeln Studentinnen und Studenten Boxen mit Unterrichtsmaterial für den Verbraucherbildungsunterricht. Schulen können diese im Unterricht einsetzen. So werden Synergien von Wissenschaft und Praxis optimal genutzt. Für eine gesundheitsfördernde Schule arbeiten Studentinnen und Studenten in kleinen Gruppen mit Schulen zusammen und entwickeln gesundheitsfördernde Ansätze und Impulse für den Schulalltag.

Weitere Informationen zum Master-Studiengang Ernährung und Verbraucherbildung gibt es hier.

Logo der Universität Flensburg

Verbraucherschule Gold 2021: Gemeinschaftsschule Nortorf mit Oberstufe

Die Gemeinschaftsschule Nortorf ist eine Botschafterschule für berufliche Orientierung und ausgezeichnet als MINT-Schule. Die Abkürzung steht für die Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
In den Jahrgängen 5 und 6 wird Verbraucherbildung halbjährlich als Kernfach unterrichtet. In den Jahrgängen 7 bis 10 wird es als Wahlpflichtfach angeboten. Dort erhalten die Schülerinnen und Schüler umfassenden Einblick in folgende Themen:

  • Rolle als Verbraucherin und Verbraucher
  • Wirtschaftliche und nachhaltige Konsumentscheidungen
  • Umgang mit Konflikten
  • Esskultur und Zubereitung von Lebensmitteln
  • Ernährung und Gesundheitsförderung

Besonders hervorzuheben sind folgende Projekte:

  • Tschüss Hotel Mama (Wahlpflichtunterricht WPU zum Thema selbstständig leben nach der Schule)
  • Fit for Life (WPU zu Ernährung, Gesundheit, Konsum und Umwelt)
  • Medienkunde (WPU zum Umgang mit digitalen Medien)


Im November 2020 erhielt die Schule die Auszeichnung als „Gesunde Schule“, da Gesundheit dort einen hohen Stellenwert genießt, zum Beispiel im Sportunterricht, in der Mensa oder beim Schulfrühstück, das von der Schülerschaft vorbereitet wird. 

Das Netzwerk Verbraucherschule

Das Netzwerk Verbraucherschule gehört zum Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Es unterstützt Schulen, in Sachen Verbraucherbildung auf dem Laufenden zu bleiben.

  • Das Starter-Kit für neue Schulen im Netzwerk enthält Ideen für Verbraucherbildung in Unterricht und Schulalltag.
  • Schulen und Lehrkräfte erhalten regelmäßige Informationen zu aktuellen Themen der Verbraucherbildung.
  • Online-Fortbildungen für Lehrkräfte vermitteln Wissen und Anregungen für den Unterricht.
  • Netzwerktreffen fördern den Austausch mit anderen engagierten Lehrkräften.


Seit 2016 zeichnet der vzbv besonders aktive Schulen als Verbraucherschulen aus. Um die unterschiedlich starke Verankerung der Verbraucherbildung und das Engagement der Schulen zu würdigen, gibt es drei Auszeichnungsstufen, über die eine Jury aus Fachleuten der Verbraucherbildung entscheidet: 

  • Schulen erhalten die Auszeichnung Verbraucherschule Bronze, wenn mindestens eine Maßnahme zur Verbraucherbildung mit einem besonderen Bezug zum Umwelt- und Ressourcenschutz aktiv umgesetzt wurde. 
  • Die Auszeichnung Verbraucherschule Silber erhalten Schulen, die zu allen vier Handlungsfeldern der Verbraucherbildung Maßnahmen umgesetzt haben, nämlich: Ernährung und Gesundheit; Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht; nachhaltiger Konsum und Globalisierung sowie Medien und Information. Die Auszeichnungskategorien Silber und Bronze werden jeweils für ein Jahr vergeben. 
  • Die Auszeichnung Verbraucherschule Gold erhalten Schulen, wenn sie zusätzlich Verbraucherbildung im Schulcurriculum, im Schul(entwicklungs)- oder Qualitätsprogramm verankert haben. Der Goldstatus wird für zwei Jahre vergeben. 
Die Koordinierungsstelle Schuldnerberatung in Schleswig-Holstein

Die Koordinierungsstelle besteht seit 2003 und arbeitet im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein (MSGJFS) trägerübergreifend für alle nach § 305 Insolvenzordnung (InsO) anerkannten und vom MSGJFS geförderten Schuldnerberatungsstellen in Schleswig-Holstein. 

Ihre Aufgaben sind:

  • Landesweite Koordinierung der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung und der Schuldenprävention
  • Begleitung und Weiterentwicklung des Qualitäts-Prozesses (u.a. begleitende Arbeitsgruppe „Qualität in der Schuldnerberatung“, fachliche Begleitung der regionalen Qualitätszirkel)
  • Förderung der Präventionsarbeit/ Finanzkompetenz (u.a. begleitende Arbeitsgruppe „Prävention in der Schuldnerberatung“, (Weiter)Entwicklung von Materialien, Schulungen)
  • Organisation und Durchführung von regelmäßigen Gremien, Fortbildungen und Fachtagungen 
  • Öffentlichkeitsarbeit für die Schuldnerberatung in Schleswig-Holstein 

Weitere Informationen zur Präventionsarbeit finden Sie hier.
 

Medienkompetenzprojekte des Offenen Kanals Schleswig-Holstein

Der Offene Kanal Schleswig-Holstein widmet sich neben seiner Funktion als Bürgersender der Vermittlung von Medienkompetenz mit aktiver Medienarbeit und im präventiven Jugendmedienschutz. Als Teil des Netzwerkes Medienkompetenz Schleswig-Holstein bietet er Workshops und Projekte für unterschiedliche Zielgruppen an. Die aktuellen Medienkompetenzprojekte des OKSH für Schulen finden Sie hier. 

Logo des OKSH mit mehreren Schlagworten