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Impfungen gegen Corona: wichtige Fragen und Antworten

Stand:

Es gibt inzwischen vier zugelassene Impfstoffe gegen Corona. Aber wer erhält sie, wer zahlt dafür, wo gibt es Impfzentren, welche Risiken sind mit der Impfung verbunden...? Wir geben Antworten auf wichtige Fragen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Inzwischen sind vier Corona-Impfstoffe für einen Einsatz in Deutschland freigegeben worden: von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und von Johnson & Johnson.
  • Der Impfstoff von Astrazeneca soll seit Ende März vorerst möglichst nur noch bei Menschen über 60 Jahren zum Einsatz kommen.
  • Die Reihenfolge der Impfungen wird in Deutschland vom Bundesgesundheitsministerium festgelegt und erfolgt nach einem Priorisierungsschema.
  • Bis das Coronavirus gestoppt werden kann, müssten wohl Millionen Deutsche geimpft werden. Eine Kraftanstrengung, die noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird.
Impfspritze wird an einen Oberarm gehalten
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Verschiedene Impfdosen sind für Deutschland zugelassen und eine Corona-Impfung hat kurz nach Weihnachten begonnen. Damit kommen aber auch Fragen auf: Wie wird der Impfstoff verteilt, wer bekommt ihn zuerst, wie gut schützt er, gibt es Nebenwirkungen...? Zu einigen wichtigen Fragen geben wir hier Antworten. Den Artikel halten wir stets aktuell - denn die Lage verändert sich immer wieder.

Wie weit sind die Impfstoffe und wie werden sie für Deutschland zugelassen?

Zuständig dafür, einen Impfstoff und die Studien der Hersteller zu prüfen, ist zunächst die europäische Arzneimittelbehörde EMA. Diese Behörde gibt der Europäischen Kommission eine Empfehlung, ob ein Impfstoff zugelassen werden kann. In Deutschland wiederum prüft dann das Paul-Ehrlich-Institut jede Charge.

Die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer sowie von Moderna, Astrazeneca und von Johnson & Johnson sind für die EU-Länder zugelassen worden.

Der neue Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson ist ein Ein-Dosis-Impfstoff. Das heißt: Eine zweite Folgeimpfung ist hier zunächst nicht vorgesehen. Derzeit wird noch getestet, ob das Vakzin von Johnson & Johnson bei entsprechender Zweifach-Impfung eine höhere Wirksamkeit erzielt. Wenn der Impfstoff eine wesentlich höhere Schutzwirkung zeigt, könnte er später auch in zwei Dosen verabreicht werden. Er soll voraussichtlich im April zur Verfügung stehen.

Die großen Mengen Impfstoffe, von denen in Medienberichten viel zu lesen ist, sichert sich Deutschland auf europäischem Wege. Zwischen der EU und den Herstellern wurden bereits Verträge abgeschlossen und Deutschland wiederum teilt sich die zugesicherten Dosen dann mit den anderen EU-Staaten. Dabei geht es allein auf unserem Kontinent um die Verteilung Hunderter Millionen Impfdosen.

In welcher Reihenfolge wird geimpft? Wer entscheidet das?

In der aktuellen Corona-Impfverordnung (der Link führt zur Version vom 31. März 2021) ist die Reihenfolge, in der die Impfungen erfolgen sollen, geregelt. Hier ist festgelegt, wer zuerst geimpft werden soll. Da zu Beginn der Impfkampagne noch nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht, um allen Anspruchsberechtigten gleichzeitig ein Impfangebot zu machen, muss priorisiert werden.

Zwei Impfstoffe für alle Erwachsenen freigegeben

Bund und Länder haben die Priorisierung für den Impfstoff für Astrazeneca im Mai 2021 aufgehoben. Das heißt, dass sich künftig alle Erwachsenen in ihrer Arztpraxis mit Astrazeneca impfen lassen können (sofern die Arztpraxis solche Impfungen anbietet und aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht). Auch die Dauer zwischen erster und zweiter Impfung kann deutlich verringert werden. Arzt und zu Impfender können festlegen, wann die Zweitimpfung in einem Zeitraum von 4 bis 12 Wochen nach der ersten erfolgen soll. Die Wirksamkeit ist umso größer, je länger der Abstand zur Erstimpfung liegt.

Bund und Länder haben ebenso die Priorisierung für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson&Johnson aufgehoben. Künftig soll er in erster Linie Menschen über 60 Jahren verabreicht werden. Damit folgen sie der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Auch jüngere Menschen können sich nach ärztlicher Beratung für diesen Wirkstoff entscheiden. Von Johnson&Johnson würden ab Juni größere Liefermengen erwartet. Im Gegensatz zu anderen Impfstoffen ist bei dem Mittel von Johnson&Johnson nur eine einmalige Impfung notwendig, die vollen Impfschutz gewährleisten soll.

Nach der angepassten Impfverordnung werden mehr Personen in der Gruppe mit zweiter Priorität (Personen mit hoher Priorität) eingestuft.

Höchste Priorität haben:

  • alle Menschen ab 80
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen betreut werden oder dort tätig sind
  • Personen, die in ambulanten Pflegediensten Ältere oder Pflegebedürftige betreuen
  • Personen, die auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, bei Rettungsdiensten oder in den Impfzentren arbeiten
  • Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen, die besonders gefährdete Menschen behandeln, z.B. Onkologie oder Transplantationsmedizin

Zur 2. Kategorie mit hoher Priorität zählen:

  • alle Menschen ab 70
  • Menschen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht: Personen mit Trisomie 21; Personen nach Organtransplantation; Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression); Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt; Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung; Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%); Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung; Personen mit chronischer Nierenerkrankung; Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
  • bis zu 2 enge Kontaktpersonen von solchen pflegebedürftigen Personen, die über 70 Jahre alt sind, Trisomie 21 oder eine geistige Behinderung (bzw. Demenz) oder nach einer Organtransplantation ein hohes Infektionsrisiko haben
  • zwei Kontaktpersonen einer Schwangeren
  • Menschen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Menschen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Menschen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind
  • Menschen, die z.B. in. in Asyl- oder Obdachlosenunterkünften untergebracht oder dort tätig sind
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind

Zur dritten Gruppe mit erhöhter Priorität gehören:

  • alle Menschen ab 60
  • Menschen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht: Dazu gehören Patienten mit Immundefizienz, HIV-Infizierte, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen, einer Krebserkrankung; Patienten mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertonie; Patienten mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Schlaganfall oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung; Patienten mit Asthma bronchiale, chronisch entzündlicher Darmerkrankung; Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder < 7,5%); Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30)
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung lebenden pflegebedürftigen Person (> 60 Jahre und/oder einer der obigen Erkrankungen)
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelfer:innen
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patient:innen betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und als Lehrkräfte in Schulen tätig sind (ausgenommen Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen; siehe zweithöchste Priorität)
  • sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus besteht z.B. Menschen in prekären Arbeitsbedingungen, wie etwa Saisonarbeiter

Neu ist außerdem, dass Menschen mit einer Erkrankung, die in der Impfverordnung nicht genannt wird, eine hohe oder erhöhte Priorität haben können (Prioritätsgruppen zwei und drei), wenn mindestens ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer COVID-Infektion besteht. Dazu ist ein Attest erforderlich. Diese Bescheinigung dürfen ausschließlich berechtigte Einrichtungen ausstellen, die von den obersten Landesgesundheitsbehörden und den von ihnen bestimmten Stellen hiermit beauftragt wurden.

Im Anschluss können alle anderen Menschen geimpft werden.

Anspruchsberechtigt sind generell alle, die in Deutschland ihren Wohnsitz haben oder sich hier längerfristig oder regelmäßig aufhalten. Aber auch diejenigen, die in bestimmten Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen arbeiten, aber nicht in Deutschland wohnen.

Der Deutsche Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina sowie die Ständige Impfkommission hatten sich mit der Frage beschäftigt, wie Impfstoffe gegen Corona möglichst effektiv und möglichst gerecht verteilt werden können. Ihre Empfehlung, an der sich die Impfverordnung in vielen Punkten orientiert: Zuerst sollen Menschen mit Vorerkrankungen (z.B. der Lungen oder der Bronchien) geimpft werden, sowie Ältere und Beschäftigte in besonders wichtigen Berufen - etwa Ärzte, Pfleger, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher.

Atteste für Personen mit Vorerkrankungen

Jüngere Menschen in den Priorisierungsgruppen zwei und drei mit Vorerkrankungen, die nicht schon wegen ihres Alters (über 70 Jahre bzw. über 60 Jahre) impfberechtigt sind, benötigen ein ärztliches Zeugnis zur Vorlage im Impfzentrum. Der Arzt muss auf dem Attest keine Details angeben. Eine formlose Bescheinigung, dass eine Erkrankung für hohe bzw. erhöhte Priorität vorliegt, reicht aus.

Empfehlungen für Folge- und Auffrischimpfungen

Folge- und Auffrischimpfungen müssen mit dem gleichen Impfstoff erfolgen wie die Erstimpfung. Um die Wirksamkeit der Impfstoffe zu gewährleisten, sollen die empfohlenen Zeiträume eingehalten werden. Nach der Coronaimpfungverordnung vom 10. März 2021 sollen folgende Abstände zwischen Erst-und Zweitimpfung eingehalten werden:

  • beim Impfstoff von Biontech/Pfizer sechs Wochen
  • beim Impfstoff von Moderna sechs Wochen
  • beim Impfstoff von Astrazeneca zwölf Wochen
  • beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist zunächst keine Auffrischung vorgesehen

Gibt es Risiken, die mit einer Impfung gegen Corona verbunden sind?

Die Studien zeigen bei den bisherigen Impfstoff-Kandidaten keine größeren Gefahren an. Leichte Nebenwirkungen sind bei Impfungen nichts Ungewöhnliches (z.B. Kopfschmerzen, leichtes Fieber, Müdigkeit und eine schmerzende Schwellung an der Einstichstelle). Meist ist das ein gutes Zeichen - das Immunsystem reagiert auf den Impfstoff. Achten Sie allerdings darauf, dass die Symptome nicht zu stark ausfallen und schnell wieder abklingen. Falls das nicht der Fall ist: Nehmen Sie Kontakt zu einem Arzt auf.

Dass es in seltenen Fällen zu schwereren Nebenwirkungen kommt, lässt sich bei Impfstoffen nicht ganz ausschließen. In sehr seltenen Fällen ist es zu allergischen Reaktionen gekommen. Auch das ist für Impfstoffe nicht ungewöhnlich - und Mediziner können darauf reagieren. Wissen Sie von Allergien bei sich, sollten Sie das vor der Impfung ansprechen. In Impfzentren gibt es Wartebereiche für die gerade frisch Geimpften. Dort können Sie sich nach der Impfung noch eine Weile aufhalten.

Zu Thrombosen und Astrazeneca finden Sie unten in diesem Artikel einen eigenen Abschnitt.

Nebenwirkungen können Sie übrigens auch über ein Portal des Paul-Ehrlich-Instituts melden, damit die Behörden das prüfen können: https://nebenwirkungen.bund.de/nw/DE/home/home_node.html. Achtung: Eine solche Meldung ersetzt keinen Kontakt zu einem Arzt, wenn es Ihnen schlecht geht!

Private Versicherungsunternehmen werben mit Unfallversicherungen, die gesundheitliche Folgen von Corona-Impfungen finanziell abfedern sollen. Aber: Ein Versicherungstarif nur gegen Corona-Impfschäden ist in der Regel nicht ratsam. Hier spielen Versicherungen mit den Ängsten der Menschen. Mehr lesen Sie in unserem Artikel zu dem Thema.

Kostet mich die Impfung etwas?

In Deutschland werden die Impfstoffe für Verbraucher kostenfrei zur Verfügung gestellt. Aufbau und Organisation von Impfzentren übernehmen sowohl Bund und Länder als auch die gesetzlichen sowie privaten Krankenversicherungen.

Wie funktioniert das mit den Impfzentren? Was ist, wenn ich nicht selbst hin komme?

Die Impfzentren wurden von den Bundesländern eingerichtet, um mehr Menschen in kürzerer Zeit impfen zu können. Impfzentren sind außerdem notwendig, weil einige der Wirkstoffe bei bis zu minus 70 Grad gelagert werden. Im Kühlschrank halten sie sich dagegen teils nur wenige Tage.

Zuständig für die rund 440 Impfzentren sind die Bundesländer. Sie haben in der Regel pro Landkreis beziehungsweise kreisfreier Stadt ein Impfzentrum errichtet. Ausnahmen sind Großstädte: Dort kann es auch mehr als ein Zentrum geben.

Für den Weg zum Impfzentrum kann z.B. ein Taxi genommen werden. Möglichkeiten, die Kosten dafür zu erstattet bekommen, erläutern wir in diesem Artikel. Ebenfalls im Einsatz sind mobile Teams. Sie sollen bewegungseingeschränkte Menschen in Betreuungseinrichtungen oder auch zu Hause aufsuchen, um sie zu impfen.

Wie werden Termine für eine Impfung vergeben?

Für eine Impfung in einem Impfzentrum brauchen Sie einen Termin. Wie das genau abläuft, kann sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Im Einsatz sind telefonische sowie digitale Anmeldesysteme (Hotlines, Internetseiten und/oder Apps). Einige Einladungen sind auch per Brief verschickt worden.

Dass Sie schon fürs Impfen dran sind, müssen Sie eventuell nachweisen:

  • Ihr Alter können Sie mit Personalausweis oder Pass nachweisen.
  • Wer seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort nicht in der Bundesrepublik Deutschland hat, benötigt eine Bescheinigung über seine gesetzliche oder private Krankenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland.
  • Gehören Sie zu einer Risikogruppe und können bereits geimpft werden, wird eventuell ein Attest von Ihrem Arzt notwendig sein.
  • Gehören Sie zu einer bestimmten Berufsgruppe, die mit Priorität geimpft werden kann, sind Bescheinigungen vom Arbeitgeber vorzulegen.
  • Wer wegen enger Kontaktpersonen geimpft werden möchte (z.B. Kontaktpersonen von Schwangeren), sollte das ebenfalls nachweisen - z.B. mit einem ärztlichen Attest. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Gemeinde!

Die Bundesländer geben Auskunft dazu, wie bei ihnen Termine vergeben werden (und beantworten oft weitere Fragen zur Impfung). Hier finden Sie zu den entsprechenden Seiten:

Bundesweite Telefonnummer für die Terminvergabe

Um einen Impftermin zu vereinbaren, können Sie die bundesweit einheitliche Rufnummer 116117 wählen. Oft sind mehrere Anläufe nötig, um tatsächlich jemanden zu erreichen. Vorher wird man durch ein Auswahlmenü geführt. Damit es da schneller geht, gibt es einen Trick: Speichern Sie sämtliche nötigen Ziffern bereits mit der Rufnummer in Ihrem Telefon ab und fügen Sie Kommata ein. Für ein Komma halten Sie die Stern-Taste (*) etwas länger gedrückt. Jedes davon sorgt für eine Wahlpause von etwa 2 Sekunden.

Beispiel: Sie möchten einen Termin für Angehörige in einem anderen Bundesland vereinbaren. Dann speichern Sie 116117,121,,,,,40215 ab.

Erklärung:

  • Die 121 bedeutet, dass Sie einen Impftermin in einer anderen Region als Ihrem Aufenthaltsort vereinbaren möchten.
  • Die letzten fünf Ziffern sind die Postleitzahl der Person, für die Sie einen Termin buchen wollen. In unserem Beispiel ist es Düsseldorf. Hier müssen Sie die Nummer natürlich entsprechend anders speichern.
  • Wollen Sie einen Termin in der Region buchen, aus der Sie anrufen, genügt 116117,12.

Wie funktioniert das Impfen bei den Hausärzten?

Im April 2021 sind die Impfungen in vielen Arztpraxen gestartet. Die Hausärzte bekommen zunächst Impfdosen von Biontech/Pfizer, später auch von Astrazeneca und von Johnson & Johnson. Aktuell stehen je beteiligter Hausarztpraxis aufgrund der vorhandenen Impfstoffmengen wöchentlich im Schnitt nur ca. 26 Impfdosen zur Verfügung. Die Anzahl der Impfdosen soll Ende April je nach Verfügbarkeit erhöht werden.

Die Hausärzte sollen sich ebenfalls an die festgelegten Priorisierungen halten und danach bestimmen, welche ihrer Patienten wann dran sind.

Zentrale Einladungen für Patienten soll es nicht geben. Für die Terminvergabe sind die Praxen selbst verantwortlich. Das findet wohl meist auf den gewohnten Wegen statt: telefonisch bei der Praxis oder über deren Online-Terminvergabe. Viele Hausärzte gehen aber auf diejenigen zu, für die eine Impfung infrage kommt, und haben zum Teil auch bereits Termine gemacht. Vielfach werden zuerst die nicht mobilen Menschen zu Hause geimpft.

Privatpraxen, die nicht über eine Kassenzulassung verfügen, erhalten derzeit keine Impfdosen.

Anspruch auf Beratung

Wer eine Impfung erhalten kann, hat auch Anspruch auf eine Impfberatung sowie eine Aufklärung. Zur Beratungspflicht gehören:

  • Sie erhalten Information über den Nutzen der Schutzimpfung und die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19).
  • Man wird Sie über Ihre medizinische Vorgeschichte befragen, soweit sich diese auf die Impfung auswirken kann.
  • Ihr aktueller Gesundheitszustand wird besprochen, um akute Erkrankungen oder Allergien auszuschließen.
  • Sie erhalten Informationen zu möglichen Nebenwirkungen und Komplikationen der Schutzimpfung.
  • Ihnen wird erklärt, ab wann die Impfung Sie schützt und wie lange dieser Schutz vorhält.
  • Sie bekommen Hinweise zu Folge- und Auffrischimpfungen.
  • Es gibt Empfehlungen, wie Sie sich unmittelbar nach der Impfung verhalten sollten.

Wie wirksam wird der Impfschutz sein? Gibt es dennoch ein Risiko, zu erkranken?

Die bisherigen Impfstoffe haben nach den Angaben der Hersteller in den klinischen Studien eine hohe Wirksamkeit gezeigt. Biontech/Pfizer und Moderna geben an, dass nach einer Doppelimpfung rund 95 Prozent einen Schutz hatten.

Der neue Impfstoff von Johnson & Johnson senkte in den bisherigen Studien das Risiko an Corona zu erkranken im Durchschnitt etwa um 66 Prozent. Bei schweren Corona-Verläufen lag die Wirksamkeit bei 85 beziehungsweise 77 Prozent.

Die Impfwirksamkeit ist etwas geringer als bei den mRNA-Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna. Das neue Corona-Vakzin von Johnson & Johnson hat in den bisherigen klinischen Studien auch vor der brasilianischen und der südafrikanischen Virus-Variante geschützt. Die Effektivität lag hier bei 68 beziehungsweise 64 Prozent. Daten zur Schutzwirkung vor der britischen Variante liegen nicht vor.

Für Impfstoffe sind diese vorläufigen Studienergebnisse sehr gute Werte. Der Berliner Virologe Christian Drosten sprach im NDR-Podcast von sehr guten Nachrichten. "Diese Impfstoffe sind alle überraschend gut effizient."

Es ist außerdem nicht klar, ob die Impfungen "nur" vor einem schweren Krankheitsverlauf schützen oder ob die Mehrzahl der Geimpften auch andere nicht mehr ansteckt. Im Zweifel erleichtert die Impfung dem Körper zwar den Kampf gegen das Virus, man kann aber durchaus eine Zeit lang ansteckend für andere sein.

Bei einigen Impfstoffen, die aktuell im Einsatz sind, braucht es zwei Impfungen, um den vollen Schutz aufzubauen. Nach einigen Wochen muss dann eine zweite Impfung erfolgen. Das ist bei vielen herkömmlichen Impfungen ebenfalls so.

Thrombosen und das Astrazeneca-Vakzin für Menschen unter 60

Ende März haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission hin beschlossen, dass der Impfstoff in der Regel nur noch für Personen ab 60 Jahren eingesetzt werden solle. Grund dafür ist, dass nach der Impfung mit Astrazeneca seltene Fälle von Thrombosen und Embolien bei jüngeren Geimpften aufgetreten sind, die in einigen Fällen auch zum Tod der Betroffenen führten.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und das Paul-Ehrlich-Institut werden nun erneut über die Sicherheit des Impfstoffes beraten.

Informationen zum Impfstoff von Astrazeneca finden Sie auch beim Bundesgesundheitsministerium.

Mit welchem Impfstoff wird die Zweitimpfung durchgeführt, wenn ich bereits mit Astrazeneca geimpft wurde?

Wurden Sie bei der ersten Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft, erfolgt die Zweitimpfung nach der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer oder Moderna.

Was hat es mit der freiwilligen Impfung mit Astrazeneca für Menschen unter 60 auf sich?

Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt (mit Stand 1. April 2021), den Impfstoff von Astrazeneca bei Menschen über 60 einzusetzen. Auch Jüngere können ihn theoretisch weiter erhalten – hier ist die Empfehlung aber eingeschränkt, und zwar "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung". Wird Ihnen also eine solche Impfung angeboten, bestehen Sie auf ausführlicher Aufklärung, achten Sie darauf, dass diese Empfehlung der Behörden weiterhin gilt und treffen Sie Ihre Entscheidung mit Bedacht.

Das Bundesgesundheitsministerium versichert, dass Haftungsfragen geklärt seien:

"Empfehlen die Länder […] die Impfung von Astrazeneca (also Impfung empfohlen ab 60 Jahre sowie nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung auch unter 60 Jahren), dann haften die Länder, wenn die bekannten Nebenwirkungen auftreten. Der Bund übernimmt die Haftung, wenn unerwartete Nebenwirkungen durch eine Impfung auftreten. Bei Produktfehlern übernimmt der Hersteller die Haftung."

Aber auch bei privaten Versicherungen stellen sich Fragen, sollten sich Unter-60-Jährige nun mit Astrazeneca impfen lassen. Bleibt es bei der oben genannten Formulierung, dass Bund und Ihr Bundesland eine Impfung nach Risikoanalyse und Aufklärung auch für Unter-60-Jährige empfehlen, so gehen wir davon aus:

  • Eine Berufsunfähigkeits-/Erwerbsunfähigkeitsabsicherung/Erwerbsminderungsrente greift, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann.
  • Eine Reiserücktrittsversicherung greift häufig.
  • Eine Unfallversicherung greift (zumindest, wenn ein Impfschaden mitversichert ist).
  • Eine Lebensversicherung zahlt bei Eintritt des Todes.
  • Die Krankenversicherung zahlt für notwendige Behandlungen.
  • Die Pflegeversicherung zahlt, falls ein Versicherungsfall eintritt.
Was ist zu beachten, wenn Sie eine Astrazeneca-Impfung erhalten haben?

Personen, die sich 4 bis 14 Tage nach der COVID-19-Impfung mit Astrazeneca zunehmend unwohl fühlen und z.B. starke, anhaltende Kopfschmerzen empfinden, oder punktförmigen Hautblutungen oder blaue Flecken feststellen, sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Die Wahrscheinlich, dass Personen nach 16 Tagen nach der Impfung noch ein thromboembolisches Ereignis entwickeln, ist dagegen nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts extrem gering.

Muss ich mit weiteren Nebenwirkungen nach der Impfung rechnen?

Grundsätzlich muss man zwischen einer Impfreaktionen und Nebenwirkungen unterscheiden. Impfreaktionen treten im Normalfall direkt im Anschluss an eine Impfung auf und dauern zumeist nur einen Tag. Impfreaktionen sind harmlose Beschwerden, die im Rahmen der Immunantwort auf eine Impfung auftreten. Unbedenkliche Reaktionen können Fieber, Schüttelfrost und grippeähnliche Beschwerden sein.

Wer mit drei Tagen Abstand zur Impfung allerdings Nebenwirkungen feststellt, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Wie wirkt ein mRNA-Impfstoff?

Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. Sie basieren auf einem neuen Mechanismus. Das Präparat enthält genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper ein Viruseiweiß herstellt. Körperzellen nutzen die genetische Information zum Bau des Erregerbestandteils. Anschließend erkennt das menschliche Immunsystem den fremden Erregerbestandteil und baut eine schützende Immunantwort auf.

Ziel der Impfung auf diese Art ist es, den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen dieses Protein anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.

RNA-Impfstoffe könnten das Erbgut von Menschen weder ändern noch falsche Immunantworten hervorrufen, so Experten. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts, Thomas Mertens, erklärt: "Der Impfstoff wird zwar mit gentechnischen Methoden hergestellt, aber beim Geimpften findet keine Änderung des Genoms statt - und das kann man sich auch kaum vorstellen."

Der Impfstoff wird in der Regel in einen Muskel im Oberarm gespritzt. Vorteile: Die Stelle ist gut zu erreichen. Und der Wirkstoff bleibt für einige Stunden im Muskel, wodurch der Körper Zeit hat, ihn zu erkennen und darauf zu reagieren.

Wie wirkt ein Vektorimpfstoff?

Das Corona-Vakzin von Johnson & Johnson und auch das Mittel von Astrazeneca sind so genannte Vektorimpfstoffe. Bei diesem Impfstofftyp werden DNA-Teile des Coronavirus in sogenannte Trägerviren eingebaut und das Trägervirus als Transportmittel eingesetzt. Man nennt es Vektor. Dieser Vektor ist für den Menschen harmlos. Das Trägervirus beinhaltet in diesem Fall die genetische Information des neuen Coronavirus (SARS-CoV-2), die in die Zellen der geimpften Person eingeschleust wird.

Daraufhin werden von den menschlichen Immunzellen Antikörper gebildet. Dringt später das echte Coronavirus SARS-CoV-2 in den Körper ein, kann das Immunsystem viel schneller mit einer Abwehrreaktion beginnen und die Viren eliminieren.

Derartige Impfungen werden bereits gegen Dengue-Fieber und Ebola eingesetzt.

Wie lange hält der Impfschutz?

Das ist unklar, denn es gibt noch keine Langzeitstudien. Es gilt als unwahrscheinlich, dass eine Impfung gegen Corona ein ganzes Leben lang schützt. Es könnte eher sein, dass man sie wie bei der Grippe-Schutzimpfung regelmäßig wiederholen muss.

Auch eine überstandene Covid-19-Erkrankung schützt wohl nicht auf Dauer vor einer erneuten Infektion.

Wann werden wir in Deutschland flächendeckend geimpft haben?

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) rechnet damit, dass eine Immunisierung von etwa zwei Dritteln der Bevölkerung notwendig ist, um die Verbreitung von Corona aufzuhalten (wobei wohl auch diejenigen eine gewisse Immunität entwickeln können, welche die Krankheit bereits durchgestanden haben).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden müssten. Erst dann könne sich das Virus nicht mehr gut verbreiten. Zudem ist es wichtig, dass wirksame Impfstoffe weltweit zum Einsatz kommen.

Deutschland wird mit seinen 83 Millionen Einwohnern noch länger mit Corona zu tun haben.

Wird es eine Impfpflicht geben?

Gesundheitsminister Jens Spahn und Justizministerin Christine Lambrecht sagen bisher stets, dass es keine Impfpflicht in Deutschland geben soll.

Selbst wenn einmal darüber nachgedacht werden sollte, gehen Juristen davon aus, dass das nur auf Basis schwerwiegender Gründe und bei einer sehr genau bestimmten Personengruppe stattfinden darf. Eine theoretische Möglichkeit sind also z.B. Personen, die im ständigen Kontakt mit Hochrisikogruppen sind.

Kann ich mir einen Impfstoff aussuchen?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Anfang Januar "im Moment und auch absehbar" auf längere Zeit ausgeschlossen. Es gebe vorerst keine Wahlfreiheit, welcher von verschiedenen Impfstoffen verabreicht wird. Ein Grund seien die derzeit knappen Impfdosen.

Können Anbieter für Zutritt / Dienstleistungen einen Impfnachweis verlangen?

Die Fluglinie Qantas hat im November die Überlegung öffentlich gemacht, nur noch geimpfte Personen an Bord zu nehmen. Es kann durchaus sein, dass Länder Einreisebedingungen so gestalten, dass Sie dort Impfungen vorweisen müssen.

  • Für den deutschen Staat, also z.B. für Behörden, gilt ein allgemeines Diskriminierungsverbot.
  • Für private Anbieter von Waren und Dienstleistungen aber ist es auch bei uns denkbar, dass diese bestimmte Vorgaben machen und eine Teilnahme an einen Impfnachweis knüpfen.

So etwas hat es bisher noch nicht gegeben - und juristisch ist es mindestens aus Datenschutzgründen heikel. Unserer Ansicht nach kann es nicht sein, dass man z.B. seinen Impfausweis vorlegen muss, in dem auch weitere, sensible Daten stehen.

Es wird außerdem sehr darauf ankommen, ob die Maßnahme im konkreten Fall verhältnismäßig ist. Wichtig wäre zum Beispiel, ob Geimpfte für andere nicht mehr ansteckend sind.

Unserer Ansicht nach müsste ein Anbieter die Bedingung schon vor dem Vertragsabschluss deutlich kenntlich machen. Wer z.B. Eintrittskarten bereits vor einer solchen Regelung gekauft hat, darf nicht nachträglich ausgeschlossen werden.

Erleichterungen für Geimpfte / Genesene

Für vollständig Geimpfte und von Corona Genesene werden die Corona-Regeln gelockert. Die Regelungen der entsprechenden Verordnung sollen bereits am Wochenende 8./9. Mai in Kraft treten. Die Verordnung sieht vor, dass sie mit negativ getesteten Menschen gleichgestellt werden.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel zum Thema.

Vorsicht vor Betrug

Durch betrügerische SMS falscher Paketdienste sind Verbraucher verunsichert, wenn sie Kurznachrichten von Impf- oder Testzentren erhalten. Auch die arbeiten mit Links in SMS und bitten teilweise um persönliche Daten wie z.B. Name, Anschrift und Geburtsdatum. Das kann etwa wichtig sein, um zu bestimmen, ob Sie bereits für eine Impfung an der Reihe sind und für Sie einen persönlichen Termin zu vereinbaren.

Wer sich unsicher ist, sollte die Links auch in solchen SMS nicht antippen. Rufen Sie stattdessen die Ihnen bekannte Internetseite des Test- oder Impfzentrums bzw. Ihrer Landesregierung in einem Browser auf und loggen Sie sich dort mit Ihren Zugangsdaten ein.

Unangemeldete Corona-Tests an der Haustür oder Impfstoffe zum selber kaufen? Innenministerium und Polizei NRW warnen vor solchen und weiteren Betrugsmaschen. Die Polizei gibt folgende Tipps gegen Betrug:

  • Lassen Sie sich bei einem angeblichen Impfstoffverkäufer nicht auf ein längeres Gespräch am Telefon ein, sondern legen Sie sofort auf.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. Bei akuter Bedrohung rufen Sie die Polizei unter 110.
  • Melden Sie solche Vorfälle Ihrer Polizei. Eine Übersicht über die Internetwachen der Länder finden Sie hier.