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Vertragsfallen statt Geldgewinn: Hinterhältige Tricks am Telefon

Pressemitteilung vom

Wenn jemand anruft und zu einem Gewinn gratuliert, ist das ein Alarmzeichen. Immer häufiger nutzen dubiose Anbieter solche Tricks, um an Daten von Verbrauchern zu kommen. Statt des erhofften Geldgewinns kommt dann ein neuer Stromvertrag oder ein Zeitschriften-Abo ins Haus. Wer angerufen wird, sollte auf keinen Fall Adresse oder Kontodaten preisgeben. Beratung und Unterstützung bietet die Verbraucherzentrale.

junge Frau telefoniert mit Smartphone
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Abzocker am Telefon werden zunehmend dreister und raffinierter. Das Ziel ist immer dasselbe: Mit Gewinnversprechen oder scheinbar harmlosen Plaudereien versuchen sie, Verbrauchern teure Verträge unterzuschieben. Eine junge Frau aus Flintbek berichtete von einem Anrufer, der ihr einen 1.000-Euro-Gutschein für einen Elektronikmarkt und die Chance auf weitere Sach- und Geldpreise versprach. Dafür müsse sie nur ein Zeitschriften-Abo für 112 Euro über 14 Monate abschließen, um die Gewinnsteuer zu umgehen. Andere Anrufer gratulieren zu einem angeblichen Geldgewinn und fragen, auf welches Konto sie das Geld überweisen dürfen. Einige Tage später kommt dann eine Bestätigung über einen Vertragsabschluss bei einem Energieanbieter oder Zeitschriftenvertrieb.

Am besten sofort auflegen

Immer häufiger beschweren sich auch Migranten bei der Verbraucherzentrale über untergeschobene Verträge und hinterhältige Tricks. „Einige berichten uns, dass sie am Telefon oder an der Haustür in ihrer Muttersprache angesprochen und zum Beispiel nach ihrem Geburtstag gefragt wurden. Kurz darauf kam ein angeblich abgeschlossener Vertrag per Post“, schildert Dr. Boris Wita, Jurist bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Bei Anrufen und Besuchen von Fremden an der Haustür sollten Verbraucher grundsätzlich vorsichtig sein. „Am besten ist es, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen und die Haustür gar nicht erst zu öffnen. Persönliche Daten wie Geburtstag oder Bankverbindung sollte man bei solchen Gelegenheiten auf keinen Fall preisgeben“, warnt der Experte. Wer einen Vertrag zugeschickt bekommt, kann ihn innerhalb von 14 Tagen ohne Begründung schriftlich widerrufen. 

Ansprechpartner für Betroffene

Die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale nehmen Beschwerden auf, sammeln Fälle und unterstützen Verbraucher mit Informationen, Musterbriefen und persönlicher Beratung

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