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Rundfunkbeitrag: Kostenlose Beratung kann Probleme schnell lösen

Pressemitteilung vom

Viele Haushalte in Schleswig-Holstein werden in Kürze Post vom Beitragsservice erhalten. Angeschrieben werden Bürger, deren Namen keiner Wohnung zugeordnet werden konnten. Einige werden Beiträge nachzahlen müssen, in manchen Fällen sind auch Befreiungen möglich.

Beratungsgespräch zwischen zwei Frauen bei der Verbraucherzentrale
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Wenn es um den Rundfunkbeitrag geht, sind viele Menschen unsicher und haben Fragen zu Anmeldung, Mahngebühren, Nachzahlungen oder Befreiung. Hier hilft die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein mit kostenloser persönlicher Beratung. „Vor allem Migranten und junge Menschen in der Ausbildung kennen sich mit dem System des Rundfunkbeitrags oft nicht aus und brauchen Unterstützung“, sagt Dorothee Kremer, Leiterin der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Kiel. 

Mahngebühren bei monatlicher Zahlung

Grundsätzlich muss sich jeder volljährige Bürger mit eigenem Wohnsitz beim Beitragsservice anmelden und den Rundfunkbeitrag zahlen. Dabei genügt es, wenn sich eine in der Wohnung gemeldete Person anmeldet. Fällig wird ein fester Betrag von 17,50 Euro pro Wohnung und Monat. Ein Problem dabei ist der Zahlungsrhythmus, denn vorgesehen sind nur vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Zahlungen. „Einige Verbraucher richten trotzdem einen monatlichen Dauerauftrag ein, weil sie lieber monatlich 17,50 Euro zahlen als alle drei Monate 52,50 Euro“, so Dorothee Kremer. „Leider kommen dann 8 Euro Mahngebühren pro Vierteljahr hinzu. Dafür haben die Betroffenen kein Verständnis.“ 

Wer keine Sozialleistungen beantragt, muss zahlen

Wer Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II, BaföG oder Grundsicherung bezieht, kann sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Voraussetzung ist ein Leistungsbescheid einer Sozialbehörde. Ein geringes Einkommen allein genügt nicht als Grund. „Oft wenden sich ältere Menschen an uns, die von einer kleinen Rente leben. Viele haben Anspruch auf Grundsicherung, wollen aber keine Sozialleistungen beantragen“, schildert Dorothee Kremer. Den Rundfunkbeitrag müssen sie trotzdem zahlen. „In solchen Fällen können wir nur raten, den Antrag auf Grundsicherung zu stellen. Wird der bewilligt, genügt das für eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag. Die Sozialleistung muss man deshalb nicht in Anspruch nehmen.“ Schwerbehinderte können eine Ermäßigung auf 5,83 Euro monatlich beantragen.

Beratung spart oft umständlichen Schriftverkehr

Befreiungen und Ermäßigungen sind auch rückwirkend bis zu drei Jahren möglich. Genauso müssen Verbraucher auch versäumte Zahlungen nachholen. „Bei vielen Fragen und Problemen etwa zu Anmeldung, Befreiung oder Ratenzahlung können wir Verbrauchern mühsamen Schriftverkehr ersparen und die Dinge schnell und einfach mit einem Anruf klären“, so die Leiterin der Beratungsstelle. Wer sich persönlich bei der Verbraucherzentrale beraten lassen möchte, findet hier eine Übersicht aller Beratungsstellen in Schleswig-Holstein. Unter der Rufnummer 0431 590 99 40 können Verbraucher einen Termin vereinbaren.
 

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