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Tipps zum Semesterstart: Gut und günstig essen im Uni-Alltag

Pressemitteilung vom

Angekommen in der ersten eigenen Wohnung werden Student*innen auf die Alltagsprobe gestellt: Neben Verträgen und Umzugschaos stehen Einkaufen und Kochen auf dem Programm – möglichst gesund, nachhaltig und bezahlbar. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie man mit wenig Geld gesund satt wird.

Bildcollage mit Obst und Gemüse
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Wer fit fürs Studium sein will, braucht Futter für die grauen Zellen – Chips und Burger reichen auf die Dauer nicht, um konzentriert und leistungsfähig zu sein. „Beim Thema Nachhaltigkeit denken viele an teure Lebensmittel mit Gütesiegeln. Es gibt aber einfache Tricks, um das Budget zu schonen und sich gesund und nachhaltig zu ernähren“, so 
Selvihan Benda von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Ein Haushaltsbuch hilft, die oft knappen Finanzen im Auge zu behalten. Dazu muss man keine Listen führen, denn Haushaltsbücher sind auch als App fürs Smartphone zu haben.

Frisches Gemüse und Obst statt Fertigprodukte

Fertigprodukte, schnelles Essen zum Mitnehmen und Spontankäufe machen den Gang durch den Supermarkt besonders teuer. Das lässt sich mit zwei einfachen Regeln vermeiden. Erstens: Nicht hungrig einkaufen gehen. Zweitens: Vorher eine Einkaufsliste schreiben. Das spart Zeit und hilft, gezielt einzukaufen. Optimal für die körperliche und geistige Leistungskurve sind viel frisches Obst und Gemüse. Wer auf die Umwelt achtet, kauft am besten frische Produkte aus der eigenen Region, zum Beispiel auf dem Wochenmarkt. Dort gibt es Vieles ohne Plastikverpackungen, zudem lassen sich die kurzen Transportwege vom Bauernhof zum Markt mit Klimaschutz gut vereinbaren. Zum nachhaltigen Einkauf gehört die mitgebrachte Einkaufstasche. So entstehen keine zusätzlichen Kosten und weniger Müll. Gegen Ende der Marktzeit sinken die Preise für frische Ware – die optimale Zeit für alle, die ein Schnäppchen machen wollen. 

Die Tricks der Supermärkte durchschauen

Wer lieber in den Supermarkt geht, findet auch dort günstiges Obst und Gemüse der Saison. „Supermärkte bieten allerdings viele Produkte an, die bei uns keine Saison haben und weit transportiert wurden“, sagt Selvihan Benda. Bei der Auswahl hilft die Saisonkalender-App GrünZeit. Die App zeigt auf einen Blick, welches Obst und Gemüse gerade in Deutschland Saison hat. Ein prüfender Blick lohnt sich außerdem bei Regalen mit einer riesigen Auswahl. Denn ganz oben und unten stehen meist die günstigen Produkte, während teure Verkaufsschlager auf Augenhöhe zu finden sind.

Viel hilft viel – aber nur mit der richtigen Lagerung

Ein gefüllter Kühlschrank hat gerade bei einer vollen Semesterwoche Vorteile. Falsche Planung und Lagerung führen aber dazu, dass pro Kopf jährlich 75 Kilogramm Lebensmittel im Müll landen, zum Beispiel weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. „Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Fast immer sind Lebensmittel noch länger genießbar“, so die Ernährungsexpertin. Wichtig für die Haltbarkeit ist auch Ordnung im Kühlschrank, denn für jedes Lebensmittel gibt es eine optimale Kältezone. Wenn das Gemüse schnell verarbeitet werden muss, sind selbst gemachte Suppen oder Eintöpfe eine gute Lösung. Sie lassen sich gut einfrieren oder für die nächste Mittagspause einplanen. Wer außerdem Leitungswasser trinkt, schont mit dem gesunden Durstlöscher Geldbeutel und Klima. 
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für ein Engagement gegen die Verschwendung und für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln. Tipps und Informationen dazu gibt es beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie bei der Verbraucherzentrale.
 

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