Faire Lebensmittel: Das bedeuten die Label

Stand: 07. Oktober 2025

Zahlreiche Siegel geben Auskunft über Produktionsbedingungen von Lebensmitteln. Aber welche? Und neu: Ein schwarzer Pfeil neben dem Fairtrade-Logo zeigt jetzt an, wenn nicht alle Zutaten eines Mischprodukts aus fairem Handel kommen.

Eine Reihe von Siegeln zu fairen Produktionsbedingungen finden Sie in unserer Bildergalerie:

1) internationale Fairtrade-Standards, unter anderem Mindestpreis, Vorfinanzierung, Langfristige Handelsbeziehungen, Prämie, Verbot von Kinderarbeit, Gesundheits- und Arbeitsschutzmaßnahmen, Verbot von Gentechnik, Förderung der Umstellung auf den Bio-Anbau, ILO-Kernarbeitsnormen1) 
2) Monoprodukte: sind Produkte, die aus nur einer Zutat bestehen, zum Beispiel Kaffee, Tee, Kakao
3) Mischprodukte: zum Beispiel Schokolade, Kekse . Mischprodukte müssen  alles was an Fairtrade-zertifizierten Zutaten verfügbar ist, auch verwenden. Der  Anteil an Fairtrade-Zutaten muss aber mindestens 20 Prozent betragen. Der Fairtrade-Anteil muss gekennzeichnet werden. 
4) Mengenausgleich: Der "Mengenausgleich" wurde von Fairtrade International (FLO) festgelegt. Er wird angewandt, wenn es in der Verarbeitung keine Trennung zwischen Fairtrade- und nicht Fairtrade-Rohwaren gibt, also die Zutaten nicht bis ins einzelne Päckchen zurückzuverfolgen sind. Es muss aber sichergestellt sein, dass die eingekaufte Menge der verkauften Menge an Fairtrade-Produkten in der gesamten Lieferkette entsprechen muss. Er soll gewährleisten, dass hierzulande nicht mehr Produkte mit dem Fairtrade-Siegel verkauft werden, als Rohwaren im Ursprung eingekauft wurden.  Mengenausgleich ist möglich bei Tee, Fruchtsaft, Zucker und Kakao.
 

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere Angebote zum Thema

14. April 2025

Musterbrief Gelatine in Getränken

Mit unserem Musterbrief können Sie als Moslem oder Muslima erfragen, ob zur Klärung von Apfelsäften Schweine-Gelatine verwendet wurde.