Ihr gemeinnütziger Verein für Information, Beratung, Bildung und Interessenvertretung.

Themen: Geld & Versicherungen | Digitale Welt Lebensmittel | Umwelt & Haushalt Gesundheit & Pflege | Energie | Reise & Mobilität | Verträge & Reklamation

Wenn dem Kind was passiert

Stand:

Kinderinvaliditätsversicherung schlägt Unfallversicherung

Off

Eltern sorgen sich um ihren Nachwuchs. Das ist normal. Dabei steht oft die Angst vor einem Unfall im Vordergrund. Deshalb schließen Eltern Unfallversicherungen für ihre Kinder ab, die eine Einmalzahlung oder auch eine Rente leisten, wenn das Kind durch einen Unfall invalide wird. Dafür zahlen sie im Schnitt einen Jahresbeitrag ab rund 60 Euro. Aber: es bei Kindern hundertmal wahrscheinlicher, dass eine Erkrankung - und eben kein Unfall - zu einer schweren Behinderung führt. Das erklärt auch die auf den ersten Blick niedrigen Beiträge für eine Unfallversicherung.

Den umfassenderen Schutz bietet eine Kinderinvaliditätsversicherung (KIV). Hier können Eltern unter verschiedenen, unterschiedlich guten Angeboten wählen. Manche Versicherungen bieten eine Einmalzahlung. Andere zahlen hingegen eine lebenslange Rente. Damit kann die Familie dauerhaft zusätzliche Ausgaben bestreiten, die das Leben mit einem behinderten Kind mit sich bringt. Manche Anbieter kombinieren auch die Einmalzahlung mit einer Rente.

Wann zahlt die Versicherung?

Damit sie im Fall der Fälle zahlt, müssen in der Regel zwei Voraussetzungen vorliegen:

  • Die Beeinträchtigung ist langfristig und dauert mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate an.

  • Der Grad der Behinderung muss bei mindestens 50 % liegen.

  • Wichtig ist außerdem das Kleingedruckte, insbesondere Leistungsausschlüsse. Denn es kann passieren, dass trotz schwerer Behinderung kein Geld kommt, weil die Behinderung auf eine der ausgeschlossenen Ursachen zurückzuführen ist. Besonders oft werden Neurosen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen ausgeschlossen. Einige Versicherer beschränken den Schutz von vorneherein auf bestimmte Krankheiten. Auch das ist nicht empfehlenswert.

    Das Mindestalter für den Abschluss eine KIV ist in der Regel ein Jahr, manchmal gibt es den Vertrag auch schon sechs Wochen nach der Geburt. Das Höchstalter für den Abschluss liegt je nach Anbieter bei 14 oder 16 Jahren. Zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr sind die Verträge dann beendet. Wird das Kind invalide, zahlt die Versicherung die Renten lebenslang.

    Und so klappt es:

  • Schließen Sie den Schutz so früh wie möglich ab. Denn eine Krankheit kann den Versicherungsschutz teuer oder unmöglich machen.

  • Sparen Sie nicht bei der Versicherungssumme. 1000 Euro sollten es mindestens sein. Diesen Schutz bekommen Eltern schon ab 25 Euro im Monat.

  • Ideal wäre es, wenn die KIV ohne erneute Gesundheitsprüfung den Wechsel in eine Berufsunfähigkeitsversicherung zulässt. Das wird leider selten angeboten.

  • Achten Sie auf gute Versicherungsbedingungen.

  • Achten Sie darauf, die Gesundheitsfragen korrekt auszufüllen, damit der Versicherer im Leistungsfall die Zahlung nicht verweigern kann.

  • Benötigen Sie Unterstützung, dann wenden Sie sich gerne an unsere Beratungsstellen.