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Kauf neuer Haushaltsgeräte: Vorfahrt für hohe Stromeffizienz

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Sie wollen Energie und Geld sparen? Dann achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern auch auf niedrigen Stromverbrauch. Es lohnt sich doppelt: In Zeiten, in denen die Energieressourcen knapper werden und der Klimawandel spürbar wird, schonen Sie die Umwelt und können dabei viel Geld sparen.

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Informieren Sie sich schon vor dem Kauf über die Stromeffizienz der einzelnen Modelle. Eine Hilfe bei vielen Geräten sind Labels, die den Energieverbrauch der Geräte kennzeichnen.

Besondere Beachtung verdienen die Stromfresser Kühlschrank und TV. In beiden Produktgruppen sind die Unterschiede im Energieverbrauch zwischen einzelnen Modellen ganz erheblich.

Tipps zum Kauf eines Elektrogeräts sollen Ihnen die Entscheidung für ein Strom sparendes Modell erleichtern; eine Energiecheckliste fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

Übrigens: Seit 24. Juli 2016 können Sie nicht nur an kommunale Sammelstellen, sondern auch an größere Einzel- oder Online-Händler elektrische und elektronische Altgeräte zurückgeben.

Stromfresser Kühlschrank und TV

Wer ein Haushaltsgerät mit hoher Stromeffizienz anschafft, schont die Umwelt und auf Dauer auch sein Konto.

Ein Single benötigt keinen Riesenkühlschrank, und ein Paar hat kleinere Einkäufe als eine vierköpfige Familie. Beim Neukauf eines Kühlgeräts sollten Sie daher besonders auf die benötigte Größe achten. Denn 100 Liter mehr Nutzvolumen steigern den Energieverbrauch um 20 Prozent. Neben dem Temperaturniveau der einzelnen Fächer ist somit die Größe des Gerätes ganz entscheidend für die Höhe des Energieverbrauchs. In der Regel ist ein Single-Haushalt mit einem Kühlschrank der Standardgröße von 100 bis 140 Liter Volumen bestens ausgestattet. Bei einer vierköpfigen Familie rechnet man mit 50 Litern Volumen pro Person.

Die optimale Temperatur beträgt in einem Kühlschrank 7° C, in einem Gefrierfach -18°C. Wenn Sie häufig leicht verderbliche Lebensmittel einkaufen, sollte der Kühlschrank zeitweise auf kältere Werte eingestellt werden. Lebensmittel wie zum Beispiel Hackfleisch sind nur bei 2 Grad zu lagern. Um die Temperatur nicht zu beeinträchtigen, ist es sinnvoll, Kühl- und Gefriergeräte in kühler Umgebung aufzustellen und die Türdichtungen zu überprüfen.

A+++ sollte es schon sein

Kühlschränke und andere Haushaltsgroßgeräte müssen mit einem einheitlichen Label zur Energieeffizienz gekennzeichnet werden. Die Skala wird bei Kühl- und Gefriergeräten von A+++ bis D angezeigt A-Tripleplus-Geräte sind besonders sparsam; die Klassen A bis D sind im Handel hingegen nicht mehr zu finden. Die Effizienzklasse A+ ist somit die mit der geringsten Effizienz und dem höchsten Stromverbrauch. Neben der Effizienzklasse und dem Stromverbrauch pro Jahr sind weitere Symbole in Form von kleinen Piktogrammen auf dem Label zu finden: Die Milchtüte steht für das Kühlvolumen und die Schneeflocke für das Gefriervolumen.

Die Einordnung der Effizienzklassen erfolgt mit farbigen Pfeilen, damit Sie schnell erkennen können, wie sparsam die jeweiligen Geräte sind. Wenn Sie sich zwischen zwei Geräten gleicher Effizienzklasse entscheiden, lohnt es sich zudem, die jährlichen Verbrauchswerte miteinander zu vergleichen.

Fernseher: Am liebsten ganz groß?

Wussten Sie, dass ein großer Plasmafernseher im Laufe seines Lebens durchaus Strom für rund 1.000 Euro verschlingen kann? Ausschlaggebend für den Energieverbrauch ist bei neuen Flachbildfernsehern letztlich die Größe des Bildschirms: Je größer die Bilddiagonale, desto größer auch der Stromverbrauch. Eine Verdopplung der Bilddiagonale führt zu einer vierfach größeren Fernsehfläche. Ein teures Vergnügen, da damit auch der Stromverbrauch deutlich in die Höhe steigt. Bevor Sie einen neuen Fernseher kaufen, sollten Sie deshalb überlegen, ob Ihr Wohnzimmer wirklich groß genug für die gewählte Diagonale ist. Denn für eine gute Bildqualität müssen Sie entsprechend weit weg vom Gerät sitzen können.

Einheitliche Kennzeichnung auch für Fernsehgeräte

Hersteller und Verkäufer von Fernsehern müssen alle Geräte mit dem Energielabel auszeichnen. Zunächst ist eine Einteilung in die Energieeffizienzklassen A++ bis E vorgesehen. Bis 2020 erweitert sich die Skala schrittweise bis zur Stufe A+++.

Fernsehgeräte belasten den Etat extrem unterschiedlich. Bei einer angenommenen Lebensdauer von zwölf Jahren und durchschnittlich vier Stunden Fernsehkonsum täglich in dieser Zeit reichen die Stromkosten von rund 150 Euro bei kleineren, stromsparenden Modellen bis zu 1.500 Euro bei größeren Plasma-Bildschirmen.

Neben der Bildschirmgröße ist auch die Technik entscheidend: LCD-Fernseher mit LED- oder OLED-Technik verbrauchen deutlich weniger Strom als Plasmafernseher.

Detaillierte Informationen zum Stromverbrauch und Testergebnisse für Kühlgeräte, Fernseher und andere Geräte finden Sie bei der Stiftung Warentest.

Altgeräte sachgerecht entsorgen

Um ausgediente Elektrogeräte loszuwerden, haben Verbraucher zwei Möglichkeiten: Zum einen gibt es in jeder Kommune eine Sammelstelle. Zum anderen müssen auch größere Einzel- oder Online-Händler elektrische und elektronische Altgeräte zurücknehmen. Die Rücknahmepflicht soll dafür sorgen, dass noch verwertbare Teile recycelt und nicht mehr verwertbare fachgerecht entsorgt werden.

Mehr zum Thema: Die Energieverbrauchskennzeichnung für Fernsehgeräte: Erklärung des Labels

Tipps zum Neukauf

Wer ein Haushaltsgerät mit hoher Stromeffizienz anschafft, schont die Umwelt und auf Dauer auch sein Konto.

Sie möchten ein neues Elektrogerät kaufen?

Mit energieeffizienten Geräten können Sie bis zur Hälfte des Stromverbrauchs sparen. Bei elektrischen Haushaltswaren und Geräten der Unterhaltungselektronik ist das Einsparpotential besonders groß. Die Stiftung Warentest beziffert es auf teilweise mehr als 70 Prozent.

Am besten informieren Sie sich schon vor dem Kauf eines Elektrogeräts über den Stromverbrauch. Ein effizientes Neugerät wird sich in den meisten Fällen rasch rentieren, denn der Anschaffungspreis relativiert sich deutlich, wenn Sie für die Gesamtrechnung die laufenden Stromkosten berücksichtigen. Diese liegen bei Altgeräten meist um ein Vielfaches höher als bei einem neuen Gerät mit moderner Technik.

Einkaufen nach Bedarf

Sinnvoll ist außerdem, sich schon vor dem Einkauf zu überlegen, wie und wofür das neue Gerät genutzt werden soll. Wie lange müssten Sie ihre Schmutzwäsche sammeln, um die Trommel der neuen Waschmaschine ausreichend zu füllen? Wie leistungsstark muss der neue Computer sein und wofür möchten Sie ihn nutzen? Auch wenn viele Produkte durch neue technische Möglichkeiten und Raffinessen beeindrucken, sollten Sie überlegen, welche Funktionen Sie wirklich brauchen und auf welche Sie verzichten können. Denn für viele Geräte gilt: je größer und leistungsstärker, desto höher der Stromverbrauch.

Wie Sie leicht Energie sparen können

Sie können Ihre Stromrechnung weiter senken, wenn Sie ungenutzte Geräte vom Strom trennen, anstatt sie im Stand-by-Modus oder im sogenannten "Schein-Aus" zu belassen. "Schein-Aus" bedeutet: Die Geräte verbrauchen Strom, selbst wenn sie ausgeschaltet wurden. Den Energieverbrauch im Stand-by und Schein-Aus bezeichnen Fachleute als "Leerlaufverluste". Durch einen Zwischenstecker mit Schalter oder schaltbaren Steckdosenleisten, die mehrere Geräte gleichzeitig vom Strom nehmen, lässt sich die Stromrechnung einfach verringern.

Das richtige Gerät finden

Damit Sie im Vorfeld Ihres Gerätekaufs in Ruhe überlegen und vergleichen können, haben wir die wichtigsten Gesichtspunkte für Sie zusammengestellt. Natürlich können Sie die Checkliste auch ausdrucken. Am besten lassen Sie sich im Geschäft persönlich beraten und nehmen die Energiecheckliste gleich mit.

Energiecheckliste für den Kauf eines Elektrogeräts

  • Entsprechen Größe und Ausstattung des Geräts Ihren tatsächlichen Bedürfnissen?
  • Wie viel Strom verbraucht das Gerät im Betrieb und im Stand-by-Modus?
  • Lässt sich das Gerät bequem vollständig vom Stromnetz abschalten?
  • Wie hoch sind die Anschaffungskosten?
  • Wie viel muss für die laufenden Stromkosten kalkuliert werden?
  • Welche Geräteeinstellungen verbrauchen wenig Strom?
  • Wie können Sie mit Ihrem Verhalten bei der Gerätenutzung Strom sparen?

Das alte Gerät zurückgeben

Wenn Sie sich für ein neues Elektrogerät entschieden haben, muss das alte nicht im Keller vor sich hin gammeln oder unnütz in der Mülltonne landen. Seit 24. Juli 2016 können Sie es nicht nur bei einer kommunalen Sammelstelle, sondern auch bei jedem größeren Einzel- oder Online-Händler zurückgeben. So können die verwertbaren Teile recycelt und der restliche Schrott richtig entsorgt werden.

Individuelle Beratung
Bei der Verbraucherzentrale können Sie sich zu allen Fragen rund um das Thema Energiesparen persönlich informieren. Unsere Energieexperten beraten Sie individuell, kompetent und anbieterunabhängig zum Stromsparen, aber auch zur richtigen Wärmedämmung, zu Heiztechniken und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Hier finden Sie eine Energieberatungstelle in Ihrer Nähe.