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Strom von der Sonne - aber richtig!

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Der Kauf einer eigenen Photovoltaikanlage rentiert sich noch immer, obwohl die Preise für Komplettsysteme seit Anfang 2013 relativ konstant geblieben sind (ein Modul kostet zum Teil schon weniger als eine einfache Glasscheibe). Der Spielraum für weitere Preissenkungen ist also begrenzt und nur mit Abstrichen bei der Qualität zu schaffen. Deshalb sollte man auch eine Photovoltaikanlage nicht nach der verfügbaren Fläche auf dem Dach auslegen, sondern danach, wie man den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms maximieren kann. Eine kleine Anlage, die pro kW Leistung mehr kostet, kann schon deutlich rentabler sein!

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Große und kleine, hauptsächlich auf Vertrieb ausgerichtete Unternehmen der Branche verkaufen, was auf das Dach passt. Viele haben sich auch trotz vollmundiger Garantie- und Serviceversprechen sang- und klanglos in die Insolvenz verabschiedet. Ratlose Verbraucher in unserer Beratung zeichnen ein düsteres Bild: Vertrieb insolvent, Modulhersteller nicht einmal im Internet auffindbar und nicht zuletzt grob fahrlässige Montagefehler durch ungeschultes Personal. Resultat: Totalschaden. Und das, obwohl die Anlage erst vor einem Jahr errichtet wurde!

Schlechten Vertrieb wird es immer geben. Davor kann man sich schlecht schützen, aber bei den anderen Punkten lohnt ein genauerer Blick. Über die Qualität von Modulen lässt sich vorab einiges herausfinden. In Fachzeitschriften werden regelmäßig Langzeittests diverser Hersteller veröffentlicht.

Bei der richtigen Montage wird es schon schwieriger. Wenn Monteure über das Modulfeld laufen ist die Sachlage noch einigermaßen klar: sofort reklamieren! Bei einer beschädigten Modulverpackung sollte dies zumindest bei der Warenannahme deutlich vermerkt werden, auch wenn die Module optisch keine Beschädigung aufweisen. Fehler durch Transportschäden können auch noch Jahre nach der Installation auftreten. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich ein oder zwei Module extra kaufen und in die Garage stellen, um Ersatz zu haben.

Weitere häufige Montagefehler: großflächige Kabelschlaufen (durch kurze Wege wird Material gespart; Folge: Überspannung durch z.B. nahen Blitzeinschlag kann den Wechselrichter zerstören), nicht identische oder falsch montierte Stecker (Wasser dringt ins Kabel/in den Stecker ein und beschädigt diesen; Folge: ein schleichender Leistungsabfall).

Möchten Sie zum Thema Photovoltaik unabhängig beraten werden? Termine in unseren Stützpunkten und Beratungsstellen bekommen Sie hier: 0431 – 5909940. Gerne vergleichen unsere Berater auch unterschiedliche Angebote, die Sie eingeholt haben.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie