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Smartphone: Jugendliche vor Kostenfallen schützen

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"Setz den Fahrradhelm auf", "pass auf, wenn du über die Straße gehst": Kinder und Jugendliche vor möglichen Gefahren zu schützen, ist wohl für alle Eltern das Wichtigste. Das gilt auch in der digitalen Welt.

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Kaum zu glauben: Vor fünf Jahren besaß etwa ein Viertel der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren ein Smartphone. 2015 waren es bereits 92 Prozent. Diese Ergebnisse veröffentlichte der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in seiner JIM Studie 2015. Eine extreme Entwicklung in gerade einmal vier Jahren.

Geredet wird im Online-Chat

94 Prozent der befragten Jugendlichen nutzten ihr Smartphone dabei zum Verschicken und Empfangen von Nachrichten, 69 Prozent zum Telefonieren und 64 Prozent für Online-Netzwerke wie WhatsApp. Bringt man diese Ergebnisse auf einen Nenner, wird klar: Schüler tauschen sich heute intensiver über digitale Medien aus als über persönlichen Kontakt.

Umso wichtiger ist ein angemessener Schutz vor digitalen Angriffen auf junge Menschen.

Vorsicht mit Drittanbietern

Das Irrwitzige im Kampf um die Sicherheit bei der Smartphone-Benutzung: Einige Jugendliche (und Erwachsene!) merken gar nicht, dass sie Opfer von unrechtmäßigen Eingriffen geworden sind – weil sie ihre Rechnungen nicht überprüfen. Oftmals wird nämlich erst hier klar, dass ihnen Drittanbieter Kosten für unerwünschte "Serviceleistungen" berechnen.

Drittanbieter, das sind Abo-Anbieter von kostenpflichtigen Serviceleistungen, Hotlines und Ansagediensten.

Unauffällige Fallen im Netz

In eine Drittanbieterfalle tappen nicht nur Jugendliche leicht. Oft sind es lediglich unscheinbare Werbebanner, die durch Anklicken zu echten Kostenfallen werden. Das bestätigt auch die hohe Anzahl der Verbraucherprobleme, denn: Die häufigsten Beschwerden zu Telekommunikationsanbietern betreffen das Thema Drittanbieterforderungen.

So kann man Jugendliche schützen

• Lassen Sie sich und Ihrem Kind schnellstmöglich eine Drittanbietersperre einrichten. Das geht bei den meisten Anbietern kostenlos und unkompliziert. Wer noch keine Drittanbietersperre hat, kann hierfür unseren Musterbrief verwenden: http://www.vzsh.de/media239841A.pdf

• Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Telefonrechnungen und die Ihres Kindes mit besonderem Augenmerk auf außergewöhnliche Posten.

• Erklären Sie Ihrem Kind die digitalen Risiken. Auch beim Herunterladen von Apps ist Vorsicht angesagt, da entstehende Kosten oft verschleiert werden.

• Sind bei Ihrem Kind bereits unwissentlich abgeschlossene Abonnements auf der Telefonrechnung zu finden? Dann ist es sinnvoll, Ihren Mobilfunkanbieter zu kontaktieren, um weitere Abrechnungen zu stoppen. Eine Beschwerde sollte immer schriftlich, am besten per Einschreiben mit Rückschein, vorgebracht werden.

• Haben Sie bereits Probleme mit Ihrem Telefonanbieter? Dann helfen wir gern weiter. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Beratungsangebote und -zeiten: http://www.vzsh.de/beratung.

Weitere Informationen zum Thema Drittanbieter finden Sie hier:




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