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Haftpflichtversicherung, Gesundheitsförderung und Halal-Produkte

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Hier bieten wir regelmäßig aktuelle Informationen für Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer. Die Themen: Haftpflichtversicherung für minderjährige Flüchtlinge, Fachtagung zur Gesundheitsförderung, fehlende Standards für Halal-Produkte.

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Haftpflichtversicherung für junge Flüchtlinge

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat im Frühjahr 2017 bundesweit 81 Versicherer zu Haftpflichtversicherungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge befragt. Mehr als die Hälfte antwortete nicht, 40 Prozent boten eine Haftpflichtversicherung ohne Beitragszuschlag an und 7 Prozent versicherten dieses Risiko nicht. "Einige große Anbieter haben die Anfrage zwar zur Kenntnis genommen, aber keine Auskunft gegeben", kritisiert Michael Wortberg, Versicherungsreferent der Verbraucherzentrale.

Eine private Haftpflichtversicherung ist ein unabdingbares Muss. Auch Flüchtlinge haften für verursachte Schäden in unbegrenzter Höhe. Dies kann schnell in den finanziellen Ruin führen. Bereits mehrfach haben Fahrradunfälle minderjähriger Flüchtlinge zu gravierenden Schäden geführt.

Flüchtlingsbetreuer, die Probleme haben, einen Vertrag für minderjährige Flüchtlinge abzuschließen, können sich an die Verbraucherzentralen in ihrer Nähe wenden. Alle Beratungsstellen finden Sie hier. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.


Fachtagung zur Gesundheitsförderung

Eine wichtige Voraussetzung für gesundes Aufwachsen und Integration ist ein einfacher Zugang zur Gesundheitsversorgung. Um zu klären, wie gesundes Aufwachsen geflüchteter Kinder und Jugendlicher bereichsübergreifend gelingen kann, fand im September 2016 in Potsdam eine Fachtagung statt. Experten aus den Bereichen Flüchtlingshilfe, Gesundheit und Bildung haben Bedarfe identifiziert, Erfahrungen ausgetauscht und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Alle Informationen zum Nachlesen finden Sie hier.

Wirrwarr um Halal-Siegel

Im Alltag kommt es vor, dass Muslime angebotene Speisen nicht essen. Ein möglicher Grund ist ihre Unsicherheit, ob das Angebot "Halal" ist, also "rein" und somit aus islamischer Sicht zulässig oder "Haram", also "verboten". So ist etwa das Fleisch von Pflanzenfressern wie Huhn, Rind und Schaf erlaubt, wenn es geschächtet wurde – also nach bestimmten Vorschriften geschlachtet. Verboten sind Schweinefleisch, Alkohol sowie alle Produkte, die etwas davon enthalten - wie Joghurt mit Gelatine oder Pralinen mit Alkohol.

Ob ein Produkt in die "Halal"-Kategorie fällt, hängt von verschiedenen Kriterien ab, die islamische Rechtsgelehrte unterschiedlich auslegen. Zudem ist der Begriff "Halal" auf EU-Ebene lebensmittelrechtlich nicht geschützt. Für "Halal"-Produkte gibt es keine einheitlichen Standards, die bei einer Zertifizierung überprüft werden. Eine Regelung ist unbedingt erforderlich, denn die zahlreichen "Halal"-Siegel schaffen Verwirrung bei Verbrauchern. Informationen zu Halal-Lebensmitteln finden Sie hier.