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Grau-grüne Geldanlagen

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Sie schießen wie Pilze aus dem Boden: Mit Investments in Blockheizkraftwerken und Solaranlagen, in Holzplantagen und Windparks sollen die Anleger eine Traumrendite erzielen und gleichzeitig auch noch etwas für die Umwelt tun können. Doch Vorsicht: Viele Angebote sind solche des Grauen Kapitalmarktes.

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Grau-grüne Beteiligungen

An grünen Projekten können sich Anleger auf verschiedenste Art und Weise beteiligen. Bei den geschlossenen Fonds werden Gelder für ein bestimmtes Investitionsobjekt - etwa einen Windpark, eine Solaranlage oder eine Wasserkraftanlage - eingesammelt. Ist der erforderliche Betrag zusammen, wird der Fonds geschlossen, und das Projekt kann starten. Über Genussrechte können Anleger den Betreibern einen gewissen Betrag leihen. Eines sollte jedoch immer bedacht werden: Es handelt sich in den allermeisten Fällen um unternehmerische Beteiligungen. Mit allen Chancen, allerdings auch mit allen Risiken. Im schlimmsten Fall scheitert das Projekt, und das gesamte investierte Geld ist verloren (Totalverlustrisiko). Keinesfalls dürfen Anleger also davon ausgehen, dass grüne Investments immer besonders sicher sind.

Auch bei grünen Geldanlagen gelten die allgemeinen Regeln

Bevor Anleger über eine solche Beteiligung überhaupt nachdenken, müssen sie sich ihre Anlageziele und -wünsche klar machen und dann nach dem passenden Produkt suchen. Steht beispielsweise die Sicherheit an erster Stelle, bleibt nur die Anlage in einlagengesicherte Sparprodukte. Auf hohe Renditen muss man dann allerdings verzichten. Geschlossene Fonds oder sonstige Beteiligungen des grau-grünen Kapitalmarktes kommen in diesem Fall nicht in Frage. Die gute Nachricht: Auch weniger riskante Geldanlageprodukte bis hin zu den sehr sicheren Sparprodukten gibt es in klimafreundlichen und ethisch-ökologischen Varianten.

Vorsicht Falle

Vorsicht ist immer dann geboten, wenn

  • sich ein Anbieter unaufgefordert meldet, etwa per Telefon oder Internet oder auch über Freunde.
  • ein Anbieter Renditen verspricht, die deutlich über dem Marktüblichen liegen. Als Richtschnur für sichere Geldanlagen empfiehlt sich die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen.
  • das Produkt als Steuersparmodell verkauft wird, ohne dass der Anbieter die Einkommensverhältnisse kennt.
  • der Anbieter versucht, den Interessenten unter Zeitdruck zu setzen, um einen schnellen Vertragsabschluss zu erreichen.
  • der Anbieter gar nicht nach den Anlagezielen und Wünschen fragt, sondern direkt auf das Produkt eingeht.
Zu den beliebten Tricks unseriöser Firmen zählt auch, zunächst kleinere Geschäfte mit Erfolg abzuschließen, um den Kunden in Sicherheit zu wiegen. Dadurch hergestelltes Vertrauen wird anschließend gnadenlos ausgenutzt: Jede weitere Geldanlage führt zu Verlusten.

 

Informationen über Anbieter und Produkte finden Sie auch in Zeitschriften wie "Finanztest" und "Ökotest".