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Früh gewarnt – besser informiert

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Eigentlich könnte es so schön einfach sein. Ein Klick auf den Button "Kündigung vormerken" im Kundenportal des Mobilfunkanbieters und der Vertrag gehört der Vergangenheit an. Doch so einfach ist es nicht.

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Was auf den ersten Blick einfach erscheint, kann sich zu einem langen Weg ausdehnen. Telefonische Warteschleifen und eine letztendlich ungewollte Verlängerung des bestehenden Vertrages können die Folge sein. Der Button im Internet ist lediglich der erste Schritt. Es folgt der Aufruf, diese Voranmeldung telefonisch zu bestätigen. Bereits da könnte ein Hotline-erfahrener Kunde von seinem Kündigungswunsch abkommen. Wer kennt das nicht, eine halbe Stunde lang der Wartemusik zu lauschen und irgendwann genervt aufzugeben? Der Verbraucher, der doch in der Leitung bleibt, bis er einen Mitarbeiter am Telefon hat, braucht häufig einen starken Kündigungswillen, um den Überredungskünsten zu widerstehen. "Bleiben Sie doch bei uns, wir haben auch attraktive Angebote für Sie."

Der Mobilfunkvertrag ist zu teuer, ein anderer Anbieter attraktiver. Die Gründe für die Kündigung eines bestehenden Vertrages sind vielfältig, das Ergebnis häufig ähnlich. Der Anbieter versucht den Kunden zu halten und erschwert ihm die Kündigung.

Unser Tipp: Um sicher zu gehen, dass die Kündigung wirksam und beim Vertragspartner – dem Mobilfunkunternehmen – eingegangen ist, sollte der Verbraucher diese immer schriftlich einreichen. Die Adresse ist in den Vertragsunterlagen zu finden, ansonsten muss die Adresse zumindest im Impressum auf der Internetseite des Anbieters angegeben sein. Mit einem Einschreiben mit Rückschein lässt sich zudem der Nachweis erbringen, dass die Kündigung auch wirklich den Vertragspartner erreicht hat.

Ihre Beschwerden aus dem Bereich Telekommunikation nimmt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein entgegen und bündelt die Informationen zusammen mit den Anzeigen aus anderen Verbraucherzentralen. Diese Daten fließen in das Frühwarnsystem – ein wichtiger Teil des Projekts Marktwächter - ein. Machen Sie mit und helfen Sie mit Ihrer Beschwerde, Fehlentwicklungen des Marktes aufzudecken. Wenden Sie sich an unsere Beratungsstellen in Kiel, Flensburg, Heide, Lübeck oder Norderstedt und berichten Sie uns, wo es Probleme gibt.