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Finanzprodukte beim Berufsstart?

Stand:

Schule, Ausbildung oder Studium sind abgeschlossen. Mit etwas Glück ist der Start ins Berufsleben direkt gelungen Und natürlich ist die einzige Frage, die Ihnen jetzt auf der Seele brennt: Welche Finanzprodukte brauche ich bloß?

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Die richtige Bank, Sparverträge, Versicherungen, Altersvorsorge usw. Wem schwirrt da nicht der Kopf? Zur Beruhigung: So kompliziert ist das alles nicht. Aber eine gesunde Skepsis hat noch nie geschadet, wenn Vermittler und Banken mehr oder minder aufdringlich ihre Dienste anbieten. Und wenn es nicht viel zu teuer werden soll ist:

Informieren und Vergleichen das oberste Gebot.

Das gilt schon für Girokonten. Die gibt es für Auszubildende und Studenten meist kostenlos. Aber wie sieht es danach aus? Natürlich können Sie jederzeit die Bank wechseln, wenn Ihnen die Konditionen nicht mehr gefallen. Weil aber über das Bankkonto eine Reihe von laufenden Kosten (z.B. Miete, Stadtwerke, Vereinsbeiträge, Krankenkasse, Versicherungen, Telefon, Handy und Steuern) gezahlt und abgebucht werden scheuen viele Menschen den Aufwand. Deshalb lohnt es sich, schon früh zu vergleichen. Kriterien für die Auswahl einer Bank können neben dem persönlichen Service sein:

  • Entstehen Kosten für die Kontoführung?

  • Welche Bedingungen müssen ggf. erfüllt werden?

  • An wie vielen Automaten gibt es kostenlos Bargeld?

  • Wie steht es mit der Sicherheit beim Onlinebanking?

  • Achtung: Auch "Gratiskonten" können Kosten mit sich bringen. Wenn zum Beispiel ein Mindestgeldeingang oder ein Mindestguthaben unterschritten wird, verlangen Banken oft Gebühren. Und wenn es wirklich kostenfrei sein soll:

    Testzeitschriften und Vergleichsportale liefern Anhaltspunkte.

    Der Arbeitgeber fragt, wohin er die Vermögenswirksamen Leistungen (VL) überweisen soll? Gut: oftmals gewähren Arbeitgeber diesen Zuschuss zwischen 7 € und 40 € monatlich. Voraussetzung ist allerdings die Anlage als Banksparplan, Aktienfondssparplan, Bausparvertrag oder die Tilgung einer Baufinanzierung.

    Abhängig vom Einkommen und dem Sparvertrag kann noch eine Zulage vom Staat dazu kommen. Überprüfen Sie auch, ob eine Aufstockung der VL aus eigener Tasche sich lohnt, wenn Sie dadurch die volle staatliche Förderung erhalten. Wie immer gilt: Überlegen Sie genau, welches Produkt zu Ihnen passt: Zum Beispiel bei einem Bausparvertrag sind die Abschlusskosten sehr hoch und die Zinsen für das Ersparte derzeit extrem niedrig. Deshalb dauert es viele Jahre, bis die anfänglichen Kosten wieder drin sind.

    Gerade jungen Verbrauchern wird trotzdem oft ein Bausparvertrag empfohlen. Zusatzargument ist dann die Wohnungsbauprämie, die es für solche Verträge unter Umständen auch noch gibt. In der Tat: Dank der Prämie kann ein ansonsten uninteressanter Bausparvertrag unterm Strich doch noch rentabel werden.

    Das sparen fürs Alter muss vielleicht noch ein bisschen warten. Wichtiger ist zunächst, die erforderlichen Konsumwünsche nicht auf Kredit zu finanzieren beziehungsweise die Kredite rasch abzuzahlen und eine Reserve von ein paar Tausend Euro aufzubauen.

    Trotzdem: Früher an später denken! Klicken Sie doch mal hier:

    ALTERSVORSORGE FÜR BERUFSSTARTER

    Der frühzeitige Abschluss einiger Versicherungen ist auch eine Überlegung wert. Mehr dazu lesen Sie in der Kolumne Versicherungen für Berufsanfänger von Michael Herte

    und in dem Flyer: VERSICHERUNGEN FÜR JUNGE FAMILIEN UND BERUFSSTARTER