Ihr gemeinnütziger Verein für Information, Beratung, Bildung und Interessenvertretung.

Themen: Geld & Versicherungen | Digitale Welt Lebensmittel | Umwelt & Haushalt Gesundheit & Pflege | Energie | Reise & Mobilität | Verträge & Reklamation

Fenster erneuern: Top oder Flop?

Stand:

Neue Fenster – das Haus verschimmelt. So lautet ein gängiges Vorurteil, das durch viele Beispiele aus der Praxis untermauert werden kann. Und das unabhängig davon, ob nur die energetischen Mindeststandards nach EnEV oder zukunftsorientiertere Passivhausstandards beim Kauf berücksichtigt wurden.

Off

Schimmel durch neue Fenster: das ist leider nur der einfache Teil der Wahrheit. Neue Fenster haben eine wichtige Eigenschaft: sie sind dicht. Sind sie es nicht, liegt ein Baumangel vor. Der Zweck eines Fensters liegt ja gerade darin, Witterungseinflüsse aus dem Wohnraum heraus zu halten und Licht herein zu lassen.

Das führt uns aber zwangsläufig zum unbequemen Teil der Wahrheit: wir müssen lüften. Und zwar nicht irgendwie, sondern am besten auf Durchzug, wenn die Luftfeuchtigkeit 60% übersteigt. Für einen niedrigen einstelligen Eurobetrag bekommt man ein Hygrometer, mit dem man selbst messen kann. Neun von zehn Schimmelfällen (geschätzt) bekommt man so in den Griff.

Schauen wir uns noch den Rest an: hier wurde meist nicht beachtet, dass die Außenwand sehr schlecht gedämmt ist und nach dem Fenstertausch kondensiert die Feuchtigkeit der Luft an der im Vergleich zum Fenster deutlich kühleren Wand. Eine Energieberatung im Vorfeld ist hier dringend geraten! Nach Möglichkeit sollte nämlich die Dämmung gleichzeitig mit dem Fenstertausch stattfinden.

In manchen Fällen ist es auch notwendig oder zumindest sinnvoll, eine automatische Lüftungsanlage beim Fenstertausch mit einzubauen. Hierfür und auch für den Fenstertausch selbst gibt es eine Förderung durch die KfW. In Schleswig-Holstein bekommt man die Förderung sehr unproblematisch über die Investitionsbank Schleswig-Holstein.

Möchten Sie unabhängig beraten werden: unsere Energieberater helfen an über 20 Standorten bei allen Fragen zum Energieverbrauch und natürlich auch zu Fenstertausch, Lüftungsanlagen und Fördermöglichkeiten. Für einkommensschwache Haushalte sind alle Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Weitere Infos:

Fenster: Wärmeschutz mit Durchblick