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Zeit, dass sich was dreht

Pressemitteilung vom

Rechtsfragen zur Europameisterschaft

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Heute geht es endlich los! Das Runde muss ins Eckige! Das Spiel hat 90 Minuten und der nächste Gegner ist immer der schwerste! Das sollte dem Fußballfan bekannt sein. Aber kennen Sie auch Ihre Rechte?


Kartenkauf:

Prinzipiell rät die Verbraucherzentrale davon ab, Karten für die EM auf dem freien Markt von Dritten zu kaufen. Zwar sind Verkäufe von privaten Verkäufern erlaubt, jedoch auch mit hohen Risiken verbunden. Nicht nur, dass man viel mehr bezahlt als die Karten ursprünglich gekostet haben, es sind auch viele Karten gefälscht. Und die, die nicht gefälscht sind, sind oftmals personalisiert. Daher lieber Hände weg und allenfalls Restkarten direkt über das Portal der UEFA be-stellen.

Dekoration:

Wichtig ist, dass Dekoration die Sicherheit nicht beeinträchtigt. Die eigene Wohnung darf man prinzipiell dekorieren wie man möchte, solange dabei keine relevanten Schäden entstehen. In Treppehäusern oder Fluchtwegen sollten sich aber grundsätzlich keine leicht brennbaren Materialien oder sonst störenden Dinge befinden. Am Auto dürfen Dekoartikel die freie Sicht des Fahrers nicht behindern und sollten zudem gut befestigt sein, sodass keine Unfälle verursacht werden.

Ärger mit dem Lieferdienst:

Während eines spannenden Spiels bleibt keine Zeit zum Kochen. Das Abendessen beim Lieferservice zu bestellen ist deshalb eine naheliegende und praktische Alternative. Der Klassiker unter den Lieferpannen ist die kalte Pizza: Wer ein heißes Gericht bestellt hat, kann auch ein solches erwarten. Wenn es jedoch nicht in der gewünschten Temperatur ankommt, darf der Verbraucher die Annahme verweigern und auf die Lieferung ausreichend warmer Speisen bestehen. Alternativ kann er einen Preisnachlass verhandeln. Voraussetzung hierfür ist jedoch, die Temperatur der Speisen zu prüfen, solange der Lieferant noch da ist, da sich ein späterer Beweis als schwierig gestaltet. Auch falsche Lieferungen sollte der Verbraucher sofort kontrollieren und direkt beim Lieferanten reklamieren, um Anspruch auf eine neue Lieferung erheben zu können. Wenn die Bestellung rund fünfzehn Minuten nach dem angekündigten Lieferzeitpunkt noch auf sich warten lässt, sollte man beim Lieferservice nachhaken und eine klare Frist setzen – bestenfalls unter Zeugen. Kommt die Bestellung danach immer noch zu spät an, kann man vom Vertrag zurücktreten oder nicht bezahlen beziehungsweise alternativ über einen Preisnachlass verhandeln.

Schlaaand!

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.