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Vorbild für Verbraucherbildung

Pressemitteilung vom

Verbraucherorganisation aus Ankara informierte sich beim Workshop der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein über Aspekte der Verbraucherarbeit in Theorie und Praxis.

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Im Rahmen des Projektes "Safe Food & Safe Future” organisierte die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein einen 5-tägigen Workshop für eine Verbraucherorganisation aus Ankara, die mit einer 5-köpfigen Delegation anreiste. Das Projekt wird im Rahmen des Zivilgesellschaftsdialoges zwischen der EU und Türkei finanziert.

Als Schwerpunkt des Projektes steht Verbraucheraufklärung rund um Lebensmittelsicherheit auf der Agenda. Am Ende der Projektlaufzeit sollen Materialien zur Verbraucheraufklärung bereitstehen, um Verbraucher in Anatolien zu informieren. Daher hat die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein im 5-tägigen Workshop Einblicke in ihre Arbeit geboten. "Wir sind begeistert von der vielschichtigen Aufklärungsarbeit der Verbraucherzentrale. Wir haben europaweit bereits in vielen Projekten gearbeitet, aber eine solche Organisation bisher nicht angetroffen”, so Projektinitiator Osman Budak aus Ankara.

Neben Vorträgen zur Struktur der Verbraucherzentrale und Informationen zu Verbraucherorganisationen in Deutschland lag der Schwerpunkt im Bereich Lebensmittel und Ernährung. Denn hier ist die Gesetzgebung in der Türkei weitgehend an die EU angelehnt. Das Team der Verbraucherzentrale erläuterte, wie Materialien erstellt, Netzwerkarbeit geleistet und Verbraucher informiert werden. "Das Interesse der türkischen Seite ist sehr groß, Diskussionen haben viel Raum eingenommen. Es ist deutlich geworden, dass die Verbraucherprobleme ähnlich sind”, so die stellvertretende Geschäftsführerin Margrit Hintz.

Externe Beiträge aus der Praxis vertieften und ergänzten den Workshop, z.B. der Besuch der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein und eines Kleinunternehmens. Vertreter des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie des Europäischen Verbraucherzentrums standen Rede und Antwort. Die türkischen Workshop-Teilnehmerinnen sind sich einig: "Wir haben sehr viele Eindrücke gewonnen und Vorgehensweisen gelernt, die unsere zukünftige Arbeit beeinflussen werden.”

Unterstützung bietet hierbei das Projektteam aus Kiel. "Wir werden die Chance nutzen, die Verbraucherarbeit in der Türkei zu unterstützen, aber auch neue Erkenntnisse für unsere Arbeit dazuzugewinnen und die Materialien für türkische Verbraucher in Deutschland nutzen", erklärten Gudrun Köster und Selvihan Koç aus dem Referat Lebensmittel und Ernährung. Einigkeit besteht vor allem darüber, dass der Workshop und das Projekt im Rahmen des Zivilgesellschaftsdialoges eine große Bereicherung sind.

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