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Vorsicht mit Ausweiskopien im Internet

Pressemitteilung vom

Wer im Internet ein Konto eröffnen will oder einen Job sucht, muss sich identifizieren. Dafür verlangen immer mehr Portale die Vorlage des Personalausweises per Videoübertragung. Damit persönliche Daten nicht in falsche Hände geraten, sollten Verbraucher genau hinschauen, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt.

Personalausweis und Smartphone auf Schreibtisch mit Laptop
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Betrügereien im Internet mit gestohlenen Daten nehmen zu. So nutzen Kriminelle zum Beispiel fremde Daten, um Konten zu eröffnen und damit Fake-Shops – also Scheingeschäfte im Internet – zu betreiben. Video-Ident-Verfahren ermöglichen solchen Betrügern den Zugriff auf Verbraucherdaten. Die Marktwächter Digitale Welt berichten von Fällen, bei denen sich Bewerber für ein vorgetäuschtes Jobangebot per Videoübertragung identifiziert und so ihre Ausweisdaten preisgegeben haben. 

Unseriöse Internetseiten erkennen

„Bei solchen Verfahren sollten Verbraucher immer zuerst prüfen, wer das Online-Portal betreibt und ob es seriös ist“, empfiehlt Dr. Boris Wita von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Gefälschte und unseriöse Seiten erkennt man zum Beispiel an diesen Warnzeichen:

•    Auffällige Domainendungen wie beispiel.de.com
•    Fehlendes oder unvollständiges Impressum: Ein Impressum muss eine Adresse, einen Vertretungsberechtigten und eine E-Mail-Adresse enthalten. Außerdem einen Verweis auf das Handelsregister mit entsprechender Nummer. Letzteres kann im Zweifel überprüft werden.
•    Fehlende oder holprig formulierte Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
•    Viele Beschwerden und schlechte Erfahrungen anderer Nutzer. Diese lassen sich mit einer einfachen Suchmaschinenabfrage im Netz leicht finden.

Mit persönlichen Daten geizen

Wer sich entscheidet, seinen Ausweis online vorzuzeigen, sollte dafür eine Kopie nutzen und darauf alle Daten schwärzen, die nicht zur Identifizierung benötigt werden. „Ausreichen sollten Bild und Name, das Gültigkeitsdatum des Ausweises und die ausstellende Behörde“, so der Experte. Ebenfalls wichtig für Verbraucher: Die Portale dürfen die Ausweisdaten nicht an Dritte weitergeben, selbst dann nicht, wenn der Ausweisinhaber zustimmt. 
 

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