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Vorsicht: Inkasso-Betrugsmasche am Telefon im Namen des Finanzamtes

Pressemitteilung vom

Verbraucher in Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern sind verunsichert, weil sie Anrufe im Namen des Finanzamtes erhalten. Die Betroffenen werden von einem Sprachautomaten angerufen, der eine angeblich bevorstehende Vollstreckung ankündigt.

  • Die Anrufe kommen nicht vom Finanzamt. Betroffene können direkt auflegen, sollten keine Zahlen eingeben und nicht zurückrufen.
Tastentelefon
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Die Automatenstimme fordert Verbraucher auf, eine Zahl über die Telefontastatur einzugeben und sich mit dem Finanzamt verbinden zu lassen.  „Dahinter steckt wahrscheinlich ein Betrugsversuch, bei dem die Betroffenen an eine kostenpflichtige Rufnummer geraten“, sagt Dr. Boris Wita, Referent für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Die Anrufe kommen nicht vom Finanzamt. Echte Zahlungsaufforderungen und Vollstreckungsankündigungen der Steuerverwaltung werden schriftlich zugestellt. Betroffene können bei solchen Anrufen direkt auflegen, sollten keine Zahlen eingeben und nicht zurückrufen.“ Ähnliche Betrugsmaschen gab es auch im Namen der Staatsanwaltschaft und verschiedener Inkasso-Büros. 

Zahlungsaufforderungen kostenlos online prüfen

Zahlungsaufforderungen setzen die Empfänger oft unter enormen Druck. Häufig wird dabei mit Gerichtsverfahren, Lohn- und Gehaltspfändung oder sonstiger Zwangsvollstreckung gedroht. Viele Menschen fühlen sich dadurch zur Zahlung genötigt   ohne sicher zu sein, ob die Forderung berechtigt ist. Mit dem Inkasso-Check der Verbraucherzentrale können Betroffene ihre Inkassoforderung kostenlos online überprüfen lassen. Sie erfahren, ob sie zahlen müssen und ob die volle Höhe der Kosten fällig ist. Zu diesem Service gehört eine rechtliche Ersteinschätzung und bei Bedarf ein Musterbrief an das Inkasso-Unternehmen, um der Forderung zu wider-sprechen. 

Ansprechpartner für Betroffene 

Wer Fragen zu einer Zahlungsaufforderung hat oder Unterstützung benötigt, kann sich an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden. Sie nehmen Beschwerden auf, sammeln Fälle und unterstützen Verbraucher mit Informationen, Musterbriefen und persönlicher Beratung.
 

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.