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Inklusion im Verbraucherschutz: Beratung für Menschen mit Behinderung

In einer neuen offenen Sprechstunde in Kiel bietet die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein Beratung und Tipps zur sicheren Internetnutzung speziell für Menschen mit Behinderung und anderen Beeinträchtigungen. 

Smartphone-Nutzung

Smartphone-Nutzung

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Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist es wichtig, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Dazu gehört es auch, ein Smartphone zu nutzen und sich im Internet zu bewegen. „Wer sich in sozialen Netzwerken austauscht oder online einkauft, kann schnell Probleme bekommen“, sagt Joanna Batista, Juristin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Cybermobbing, Fake-Shops oder untergeschobene Verträge sind nur einige Beispiele für die typischen Risiken im Netz.

„In unserer neuen offenen Sprechstunde in Kiel bieten wir dazu Beratung – auch in leichter Sprache – an. Das Angebot richtet sich an Menschen mit Beeinträchtigungen und alle, die mit diesem Bereich zu tun haben. Sie können sich dort austauschen und sich über den sicheren Umgang mit dem Internet informieren“, so die Expertin. Die Sprechstunde findet dienstags zwischen 10.30 und 12.30 Uhr in der Kieler Beratungsstelle der Verbraucherzentrale, Andreas-Gayk-Straße 15, statt.

Vorsicht mit persönlichen Daten, Bildern und Videos

Ein kritischer Punkt ist der Umgang mit Daten im Netz. Viele Online-Angebote wie etwa Dating-Portale lassen sich nur nach einer Registrierung mit persönlichen Daten nutzen. Immer wieder kommt es vor, dass Nutzer völlig unerwartet eine Rechnung über ein Premium-Paket oder Abonnement bekommen. Auch im Umgang mit Fotos und Videos ist Vorsicht geboten. Wer urheberrechtlich geschützte Inhalte verbreitet, riskiert eine Abmahnung mit Schadenersatzforderung. Die Veröffentlichung von privaten Bildern, etwa in aufreizenden Posen
oder spärlicher Bekleidung, bringt das Risiko von Cybermobbing und Erpressung mit sich. Zu den Tabus gehört es auch, Fotos oder Filme zu verbreiten, auf denen andere Menschen zu erkennen sind. Das bedeutet einen Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild.

Konzepte zur sicheren Mediennutzung sind geplant

„In der neuen Sprechstunde gehen wir auf die individuellen Probleme der Betroffenen ein und schauen auf ihre Bedürfnisse und Fragen zum Thema“, so Joanna Batista. Die Erkenntnisse aus der Beratung wollen die Fachleute der Verbraucherzentrale nutzen, um neue Konzepte für den sicheren Umgang mit Online-Medien zu entwickeln.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.