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Inkasso-Betrug: Vorsicht mit Mahnungen von SPARE AG und SP Finanz

Pressemitteilung vom

Verbraucher in Schleswig-Holstein sind verunsichert, weil sie eine „letzte außergerichtliche Mahnung“ von einem Inkasso-Büro erhalten haben. Aktuell sind solche Schreiben von der „SPARE AG Forderungsmanagement“ und von „SP Finanz“ im Umlauf. Vermutlich verschicken weitere Absender solche Briefe. Betroffene können diese Forderungen ignorieren.

Warnschild mit Ausrufezeichen
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Die angeschriebenen Verbraucher sollen sich angeblich telefonisch bei „Top 100 Gewinnspiele / Eurojackpot 49“ angemeldet haben. „Sie haben der kostenpflichtigen Dienstleistung mit Ihren persönlichen Daten zugestimmt und den Betrag für die Dienstleistung unseres Mandanten bis heute nicht beglichen“, heißt es in dem Brief. Aufgeführt sind Forderungsposten und Mahnkosten, die sich auf mehrere hundert Euro belaufen. Die Empfänger werden aufgefordert, den Betrag auf ein Konto mit polnischer IBAN zu überweisen. Mit dem Aufdruck verschiedener Logos von Inkasso-Berufsverbänden versuchen die Absender, dem Schreiben einen offiziellen Anstrich zu geben. 

Typische Inkasso-Abzocke

„Hier handelt es sich offenbar um einen Betrugsversuch“, sagt Dr. Boris Wita, Referent für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale. „Das Unternehmen SPARE AG ist nicht beim Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen gelistet.“ Außerdem deuten die Kontoverbindung im Ausland sowie zahlreiche Rechtschreibfehler auf einen typischen Fall von Inkasso-Abzocke hin.

Zahlungsaufforderungen kostenlos online prüfen

Solche Zahlungsaufforderungen setzen die Empfänger oft unter enormen Druck. Häufig wird dabei mit Gerichtsverfahren, Lohn- und Gehaltspfändung oder sonstiger Zwangsvollstreckung gedroht. Viele Menschen fühlen sich dadurch zur Zahlung genötigt, ohne sicher zu sein, ob die Forderung berechtigt ist. Mit dem Inkasso-Check der Verbraucherzentrale können Betroffene ihre Inkassoforderung kostenlos online überprüfen lassen. Sie erfahren, ob sie zahlen müssen und ob die volle Höhe der Kosten fällig ist. Zu diesem Service gehört eine rechtliche Ersteinschätzung und bei Bedarf ein Musterbrief an das Inkasso-Unternehmen, um der Forderung zu wider-sprechen. 

Ansprechpartner für Betroffene

Wer Fragen zu einer Zahlungsaufforderung hat oder Unterstützung benötigt, kann sich an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden. Sie nehmen Beschwerden auf, sammeln Fälle und unterstützen Verbraucher mit Informationen, Musterbriefen und persönlicher Beratung. 
 

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