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Beschwerden wegen untergeschobener Verträge im Namen von Vodafone

Pressemitteilung vom

Verbraucher aus verschiedenen Regionen in Schleswig-Holstein haben sich bei der Verbraucherzentrale beschwert, weil ihnen Verträge und Empfänger für digitales Fernsehen untergeschoben wurden. Offenbar sind im Land Vertreter unterwegs, die im Namen von Vodafone zweifelhafte Verkaufsmethoden anwenden.

junge Frau schaut Fernsehen
Off

Es klingelt an der Haustür. Davor steht ein Vertreter und erklärt, dass der heimische Fernseher wegen der Abschaltung des analogen Kabelfernsehens bald schwarz und stumm bleiben wird. Beschwerden über solche Verkaufsmaschen häufen sich aktuell in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Laut Berichten von Betroffenen stellen sich die Vertreter als Mitarbeiter von Vodafone vor und bieten eine Lösung für digitalen Fernseh-Empfang an. Bevor sie Informationen auf dem mitgebrachten Tablet-PC zeigen, verlangen die Vertreter vorab eine elektronisch erfasste Unterschrift auf dem Gerät, so schildern es mehrere Verbraucher. 

Paket mit Digital-Empfänger erhalten

Kurze Zeit nach dem Besuch an der Haustür erhalten die Betroffenen einen Empfänger für digitales Fernsehen per Post zugeschickt. „Einige haben das Paket zurückgeschickt, ohne es auszupacken. Das genügt aber nicht“, sagt Dr. Boris Wita, Jurist bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Um einen solchen Kauf rückgängig zu machen, müssen Verbraucher ihn auch schriftlich widerrufen.“ In einigen Fällen ist diese Frist verstrichen. Trotzdem konnte die Verbraucherzentrale mehreren Betroffenen helfen, die Verträge rückgängig zu machen.

Untergeschobene Verträge binnen 14 Tagen widerrufen

Gegen untergeschobene Verträge können sich Verbraucher wehren, indem sie schriftlich und am besten per Einschreiben innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsschluss widerrufen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Wer in der Auseinandersetzung mit Anbietern Unterstützung braucht, kann sich bei der Verbraucherzentrale persönlich beraten lassen.
 

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.