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Verbraucher wollen mehr als einen grünen Anstrich

Immer mehr Verbraucher legen Wert auf Nachhaltigkeit. Mit fundierten Informationen und unabhängiger Beratung schafft die Verbraucherzentrale Transparenz im unübersichtlichen Markt und unterstützt Menschen beim nachhaltigen Konsum. Zur Europäischen Nachhaltigkeitswoche vom 30. Mai bis 05. Juni 2018 stellt die Verbraucherzentrale ihre Arbeit in diesem Bereich vor.

Jutebeutel mit Obst

Nachhaltig Einkaufen

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Nachhaltigkeit spielt bei Kaufentscheidungen eine zunehmend wichtige Rolle. Rund 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland achten einer aktuellen Umfrage zufolge auf umweltschonende Herstellung sowie faire und sozial verantwortliche Bedingungen.  Anbieter reagieren unterschiedlich auf den grünen Trend. Einige verändern ihre Produktion – wie etwa ein großer Süßwarenhersteller, der seinen Einkauf schrittweise auf 100 Prozent fair gehandelten Kakao und Zucker umstellt. Andere versuchen, sich mit Marketing ein grünes Image zu geben. Diese Strategie verfolgt ein Fastfood-Anbieter, der sein Logo auf grün umgefärbt hat.

Mehr Durchblick mit Information und Beratung

Für Verbraucher ist es schwierig zu beurteilen, wie nachhaltig ein Produkt wirklich ist. Beispiel Lebensmitteleinkauf: Beim Fleisch sorgt eine zunehmende Zahl von Tierwohl- und Tierschutz-Labeln mit unterschiedlichen Kriterien für Verwirrung. In den Regalen für Bio-Produkte finden sich fragwürdige Angebote wie einzeln in Plastik verpackte Brötchen oder Kokosöl aus fernen Kontinenten. Um mehr Sicherheit und Klarheit für Konsumenten zu schaffen, setzt sich die Verbraucherzentrale für glaubwürdige und anspruchsvolle Nachhaltigkeitssiegel ein. Mit fundierter Information und unabhängiger Beratung unterstützt sie Verbraucher beim nachhaltigen Konsum.

App für klimaschonenden Lebensmittel-Einkauf

Wichtige Aspekte für den nachhaltigen Einkauf sind ein geringer Energieaufwand bei der Lebensmittel-Produktion sowie kurze Transportwege. Das bieten regionale Produkte der Saison. Die Smartphone-App GrünZeit der Verbraucherzentrale zeigt Nutzern auf einen Blick, welches heimische Obst und Gemüse gerade im Freiland reift.

Ethisch-ökologische Geldanlage 

Wie schwierig es ist, die Nachhaltigkeit eines Produktes zu bewerten, zeigt sich besonders im Bereich Geldanlage und Altersvorsorge. Hier haben sich Kriterien entwickelt, mit denen Anbieter ihre Geldanlage-Modelle als sozial, ökologisch oder ethisch hochwertig darstellen. Leider verlieren Verbraucher dabei schnell den Überblick, denn gerade komplexe Finanzprodukte lassen sich nur schwer auf ihre Nachhaltigkeit überprüfen. Über die Möglichkeiten ethisch-ökologischer Geldanlage informiert die Verbraucherzentrale mit einem umfassenden Online-Angebot und veröffentlicht dazu regelmäßig Banken- und Produktchecks. Bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein können sich Interessierte auch persönlich dazu beraten lassen.

Untersuchung zur Lebensdauer von Smartphones

Bei technischen Geräten ist die Lebensdauer ein entscheidender Faktor für Nachhaltigkeit. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein prüft aktuell, wie lange sich Smartphones und Computer gegen Gefahren aus dem Internet wie Trojaner oder Viren absichern lassen. Anlass ist die Beschwerde eines Verbrauchers, der für sein vor einem Jahr gekauftes Neugerät vom Hersteller kein Update erhalten hat.

Energiesparen und Sanierung

Seit 40 Jahren berät die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein Hausbesitzer und Mieter zu Energiesparen und energetischer Sanierung. Damit leistet sie einen starken Beitrag zu mehr Energieeffizienz in den privaten Haushalten. So können allein durch die Beratungen in 2017 private Haushalte fast 170 Millionen Kilowattstunden Energie und gut 61.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen, wenn sie alle vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen. Dies wird ermöglicht, weil die Verbraucher nach der Energieberatung bis zu 11 Millionen Euro in ihre Immobilien investieren.
 

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