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Lübecker Initiative für Pfand-Kaffeebecher erhält Verbraucherschutzpreis

Pressemitteilung vom

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz hat die Initiative „Wir für Mehrweg“ aus Lübeck mit dem Bundespreis Verbraucherschutz 2019 und 2.500 Preisgeld geehrt. Die Initiative hat die Einführung eines Pfandsystems für Kaffeebecher auf den Weg gebracht, um Einwegbecher und damit unnötigen Müll zu vermeiden. 

Bildcollage mit Portemonnaie, Kaffeebecher, Leuchte, Vertrag und Smartphone
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Hinter der Initiative stehen Akteure aus Politik, Verwaltung sowie Gewerbetreibende und Verbände. Seit Jahren nimmt der Verbrauch von Coffee-to-go-Bechern stetig zu. Nach Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe landen in Deutschland jedes Jahr rund 2,8 Milliarden Einwegbecher im Müll - das sind 320.000 Stück pro Stunde.

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz hat den Bundespreis Verbraucherschutz am 16. Oktober 2019 in Berlin zum vierten Mal vergeben. „Mit dem Bundespreis Verbraucherschutz zeichnen wir Menschen aus, die sich vorbildhaft für andere Verbraucherinnen und Verbraucher einsetzen. Viele Menschen engagieren sich dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher über ihre Rechte aufgeklärt werden oder Konsumentscheidungen stärker hinterfragen. Dieses Engagement wollen wir durch die Auszeichnung würdigen und sichtbarer machen“, so Christine Lambrecht, Bundesverbraucherschutzministerin und Schirmherrin des Preises. 

Beispielhafte Zusammenarbeit

Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, hielt die Festrede auf die Lübecker Initiative. „Ich freue mich sehr, dass der Bundespreis Verbraucherschutz in der Kategorie Projekt nach Schleswig-Holstein geht. ´Wir für Mehrweg´ ist nicht nur eine kluge Idee, um Einwegbecher einzusparen, sondern bringt die Themen Abfallvermeidung und Recycling insgesamt ins Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher. Damit steht dieses innovative Lübecker Projekt beispielhaft für viele Initiativen in ganz Deutschland, die zeigen, was alles möglich ist, wenn Verantwortliche in Politik, Wirtschaft und Verwaltung zusammenarbeiten“, so die Ministerin.

Für Verbraucher spielen Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtige Rolle bei Konsumentscheidungen. Mit fundierten Informationen und unabhängiger Beratung schafft die Verbraucherzentrale Transparenz im unübersichtlichen Markt und unterstützt Menschen beim nachhaltigen Konsum.
 

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