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Coronakrise gemeinsam meistern – vom Verbraucher zum Anbieter

Pressemitteilung vom

Viele Menschen geraten in diesen Tagen wegen der weitreichenden Beschränkungen in Schwierigkeiten. Manche werden plötzlich arbeitslos und verlieren ihr Einkommen, andere sind bei der Arbeit im Supermarkt oder Krankenhaus überlastet. Einige können nicht aus dem Haus, andere haben kein Zuhause und keinen Zugang zu Lebensmitteln. Jetzt sind freiwillige Helfer*innen besonders gefragt. 

Rettungsring an einem Bootssteg
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Während viele Menschen, Vereine und Betriebe jetzt auf Unterstützung angewiesen sind, haben auf der anderen Seite viele Schleswig-Holsteiner*innen plötzlich viel Zeit und wollen etwas Sinnvolles tun. Verbraucher*innen können jetzt mit umsichtigem Verhalten helfen, die Krise gemeinsam zu meistern. Wer aktiv helfen will, hat viele Möglichkeiten.

In der Nachbarschaft helfen

In der eigenen Nachbarschaft kann man besonders unkompliziert und direkt Hilfe anbieten – zum Beispiel Einkäufe und andere Besorgungen für kranke und alte Menschen erledigen. Auch beim eigenen Einkauf können Verbraucher*innen andere durch besonnenes Verhalten unterstützen – etwa indem sie auf Hamsterkäufe verzichten und besonders begehrte Produkte wie preisgünstiges Toilettenpapier nur dann kaufen, wenn es wirklich nötig ist. Denn: Viele Menschen mit kleinen Einkommen und hoher Arbeitsbelastung sind darauf angewiesen, ohne großen Aufwand an günstige Produkte des täglichen Lebens heranzukommen.

Lokale Wirtschaft und Kultur unterstützen

Cafés, Kinos, Hotels und kleine Geschäfte geraten wegen der aktuellen Beschränkungen in eine existenzbedrohende Krise. Wer also ein Geschenk braucht, Lesestoff sucht oder sich für die Zeit nach Corona neu einkleiden will, kann lokale Anbieter auch jetzt unterstützen. Einige betreiben Online-Shops oder Lieferservice auf Bestellung, bei anderen kann man Gutscheine kaufen. Die Stadt Kiel bietet eine Übersicht über den lokalen Einzelhandel mit Bestellmöglichkeiten.  Auch für Geschäfte und Gastronomie in Lübeck und Umgebung gibt es bereits eine Übersicht. Zudem können Verbraucher*innen ihren Verein, ihr Fitnessstudio oder das Theater vor Ort unterstützen. Diese Einrichtungen sind unter Umständen verpflichtet, Kosten für Mitgliedsbeiträge, Abonnements oder Eintrittskarten zu erstatten. Wer freiwillig darauf verzichtet oder Gutschein-Lösungen akzeptiert, leistet einen Beitrag zur Existenzsicherung solcher Anbieter vor Ort.

Aushelfen im Supermarkt oder bei der Ernte

Einige Supermärkte brauchen jetzt Aushilfen, die zum Beispiel Regale einräumen und beim Lieferservice einspringen. Wer hier anpacken will, fragt am besten direkt im örtlichen Lebensmittelmarkt nach. Dasselbe gilt für Gastronomie mit Lieferdienst. Auch die Landwirtschaft braucht dringend Arbeitskräfte, da wegen der Reisebeschränkungen keine Erntehelfer nach Schleswig-Holstein einreisen können. Wer hier aushelfen möchte, kann sich an die zuständige Arbeitsagentur vor Ort wenden.

Anpacken im Krankenhaus

Krankenhäuser suchen jetzt freiwillige Helfer, um das eigene Personal zu entlasten und krankheitsbedingte Ausfälle aufzufangen. Gesucht werden unter anderem Menschen mit einer medizinischen Ausbildung, aber auch Studierende oder Hilfskräfte mit Gastronomie-Erfahrung. Hilfsbereite können sich zum Beispiel am Universitätsklinikum Kiel online registrieren. Auch in anderen Kliniken Schleswig-Holsteins kann man seine Unterstützung direkt anbieten.

Blut oder Plasma spenden

Die Blutspende-Dienste rufen dazu auf, jetzt zu spenden. Denn bei einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus wird befürchtet, dass die Reserven knapp werden. Viele schwerkranke Menschen, unter anderem Krebspatienten, sind ständig auf die Versorgung mit Blutpräparaten angewiesen. Informationen dazu gibt es unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz.

Geld spenden für Bedürftige

Viele gemeinnützige Organisationen entwickeln jetzt Projekte und brauchen Geld, um Menschen in der Krise zu helfen. Betroffen sind zum Beispiel freie Künstler, Obdachlose oder die lokalen Tierheime. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bietet einen Überblick und viele Informationen über seriöse Hilfsorganisationen. Von Spenden an der Haustür oder aufgrund von Anrufen und Emails rät die Verbraucherzentrale dringend ab. Dabei ist das Risiko hoch, an Betrüger zu geraten. Besser ist es, sich vorab bei örtlichen Organisationen oder im Internet bei der DZI zu informieren und dann selbst zu entscheiden, wofür man spenden möchte.

 

 

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