Ihr gemeinnütziger Verein für Information, Beratung, Bildung und Interessenvertretung.

Themen: Geld & Versicherungen | Digitale Welt Lebensmittel | Umwelt & Haushalt Gesundheit & Pflege | Energie | Reise & Mobilität | Verträge & Reklamation

Unterwegs mit dem Fragenkoffer

Pressemitteilung vom

Flensburger Schüler stellen das Pilotprojekt "Banktour" vor

Off

Kostenlose Girokonten, weltweit gültige Kreditkarten und lukrative Wechselprämien: Wenn es um das Anlocken von potenziellen Kunden geht, versuchen Geldinstitute täglich, sich gegenseitig an Angeboten zu überbieten. Kein Wunder also, dass gerade Jugendliche beim ersten eigenen Konto den Überblick im wilden Finanzdschungel verlieren. Am Ende geht es schließlich nicht um verlockende Prämien, sondern um die tatsächliche Leistung und Rentabilität des Kontos – nur wie findet man heraus, wo Kundenservice aufhört und wo Geldmacherei anfängt?

In einem gemeinsamen Pilotprojekt untersuchten Studierende der Europa-Universität Flensburg, Schülerinnen und Schüler der Kurt-Tucholsky-Schule sowie die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, worauf Jugendliche bei der Wahl der Bank achten sollten.

"Unser Ziel war es, die Schüler aufzuklären und zu sensibilisieren", erläutert Patrycja Erben, eine der verantwortlichen Studierenden, die das Finanzprojekt der Verbraucherzentrale als Semesterprojekt umgesetzt haben. "Es gibt nicht nur bei Handys Vergleichsmöglichkeiten, sondern eben auch bei Banken", so Erben weiter, "uns war es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler auch davon erfahren."

Insgesamt wurden fünf Banken von den Jugendlichen unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse der Aktion stellten die Schülerinnen und Schüler dann heute während einer exklusiven Präsentation vor. "Wir haben die Aspekte zusammengetragen, die uns besonders interessieren und daraus einen Fragenkoffer erstellt mit dem wir anschließend auf die Banken zugegangen sind", erklärt Schüler Jacob Malter (15). Dabei befürworteten die Beteiligten vor allem die Aufgeschlossenheit der befragten Banken: "Die Berater waren sehr offen und haben uns viel erzählt", fügt Jacob hinzu.

Insgesamt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler deutlich begeistert von der Aktion: "Das Projekt war wirklich hilfreich. Zum Beispiel habe ich erfahren, dass ein Girokonto für Erwachsene gar nicht umsonst ist und welche Zinsen die einzelnen Banken verlangen", so Samantha Gräf, eine der ambitionierten Schülerinnen, die die Aktion in den vergangenen Wochen realisierte. "Ich finde auch, solche Projekte sollten in den Schulen mehr Beachtung finden. Es ist schließlich wichtig, dass man weiß, wie man sich auf das weitere Leben vorbereiten sollte", betonte die 15-Jährige abschließend.

Das freut besonders die Projektleiterin Katrin Rieger, Referentin für wirtschaftlichen Verbraucherschutz der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. "Gerade die positive Resonanz der Jugendlichen zeigt uns, dass wir mit der Projektidee den richtigen Nerv getroffen haben. Die Schülerinnen und Schüler haben sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und wissen nun, worauf es bei der Wahl eines Girokontos ankommt", so Rieger.

Die Ergebnisse des erfolgreichen Pilotprojekts werden in eine bundesweite Aktion aller Verbraucherzentralen im Herbst einfließen.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.