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Schadensersatzansprüche von VW- Kunden und Aktionären

Pressemitteilung vom

Neues zum VW-Abgasskandal: Norwegischer Staatsfonds bereitet Klage gehen VW vor und die deutsche Niederlassung einer US-Kanzlei plant eine massenhafte Forderungsanmeldung für europäische Fahrer von Autos mit der Schummelsoftware.

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Seit dem Absturz des Börsenkurses der VW-Aktie (WKN 766400) ab dem 19. September 2015 um über 35 % hat sich zwar einiges zu den technischen Hintergründen der Abgasmanipulation aufgeklärt, doch zwei Fragen der Verbraucher sind bislang noch nicht abschließend geklärt:

Erstens möchten viele Fahrer von betroffenen VW-Fahrzeugen wissen, ob sie ihren Wagen wegen der tatsächlich höheren Abgasemissionen wieder abgeben oder - wie in den USA - wenigstens einen pauschalen Schadenersatz erhalten können. Da hier noch einige Unsicherheiten bestehen, sollten Verbraucher nicht gleich selbst einen Anwalt einschalten, sondern erst abwarten, welche Erfolge sich durch die Sammlung von Ansprüchen durch spezialisierte Kanzleien wie z.B. Hausfeld Rechtsanwälte LLP ergeben.

Zweitens fühlen sich viele VW-Kleinaktionäre wegen des Einsatzes der Schummelsoftware und der schlechten Information im Zusammenhang mit den Ermittlungen der US-Behörden im Sommer 2015 benachteiligt. Dabei ist derzeit unklar, wer überhaupt einen Anspruch auf Schadensersatz wegen der Verletzung der Pflicht zur unverzüglichen Veröffentlichung von Insiderinformationen nach § 37b WpHG hat.

Nach der strengsten Auffassung haben nur diejenigen sicher einen Anspruch, die nach dem 3. September 2015 VW-Aktien gekauft haben. Nach anderer Auffassung kann jeder Anleger Ansprüche geltend machen, der zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Abgasmanipulation am 20. September 2015 Inhaber einer Vorzugs- oder Stammaktie von VW war. Wieder andere sehen Ansprüche für Anleger, die Aktien zwischen dem 6. Juni 2008 und dem 17. September 2015 gekauft haben. Hier bringt evtl. die Klage des Norwegischen Pensionsfonds Licht in das juristische Dunkel.

Wie bereits in der Pressemitteilung vom 29.09.2015 werden wir Verbraucher stets informieren und bieten allen Aktionären, die den Kursverlust der VW-Aktie nicht hinnehmen wollen, oder Käufern eines betroffenen Fahrzeuges im Rahmen einer unabhängigen Beratung eine Einschätzung der rechtlichen Handlungsmöglichkeiten.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.