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Roaming-Gebühren ganz abschaffen

Pressemitteilung vom

Die EU-Kommission will Roaming-Gebühren nun doch weiterhin in eingeschränktem Maß zulassen. Verbraucherschützer sehen das kritisch.

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Den Plan der EU-Kommission, Roaming-Gebühren auch künftig begrenzt zu ermöglichen, lehnt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ab. "Besser wäre Preistransparenz im vollen Umfang", sagt Dr. Boris Wita, Experte für Verbraucherrecht und Telekommunikation. "Die Roaming-Gebühren für das Telefonieren im Ausland sollten, wie ursprünglich geplant, wegfallen.

Verbraucher nicht mit Zusatzkosten belasten

Verbraucher sollten nicht weiterhin damit belastet werden, mögliche Zusatzkosten im Blick behalten zu müssen."

Die Europäische Kommission sieht in einem aktuellen Entwurf zur Regelung der Roaming-Gebühren vor, dass Smartphone-Nutzer ab Juni 2017 im Ausland 90 Tage pro Jahr ohne zusätzliche Gebühren im EU-Ausland telefonieren und im Internet surfen können.

Grenzüberschreitende Telekommunikation

Hintergrund sind die Bedenken von Mobilfunkanbietern, dass ihre Kunden künftig bei einem ausländischen Anbieter einen günstigen Vertrag abschließen könnten, den sie in ihrem Land nutzen. "Im Sinne der Harmonisierung innerhalb der EU sollten Kunden nicht aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt werden", betont Dr. Boris Wita. Die großen Telekommunikationsunternehmen in Europa arbeiteten ohnehin grenzüberschreitend, so der Experte.

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