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Dänemark und andere beliebte Urlaubsländer sind Hochrisikogebiete

Pressemitteilung vom
Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft Dänemark, Spanien, Frankreich und weitere beliebte Urlaubsziele in Europa als Hochrisikogebiete ein. Der Grund dafür sind vergleichsweise stark steigende Corona-Inzidenzen.
bunte Holzhäuser in einer Reihe

Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft Dänemark, Spanien, Frankreich und weitere beliebte Urlaubsziele in Europa als Hochrisikogebiete ein. Der Grund dafür sind vergleichsweise stark steigende Corona-Inzidenzen.  Für Urlauber bedeutet das: Sie müssen sich nach der Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne begeben, sofern sie nicht nachweislich vollständig geimpft oder genesen sind. Nach frühestens fünf Tagen können sie sich frei testen.

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Wer für die kommenden Wochen Urlaub geplant und zum Beispiel ein Ferienhaus in Dänemark oder Spanien gemietet hat, sollte auf einen vollständigen Impfschutz gegen Corona achten. Ungeimpfte müssen sich auf zehn Tage Quarantäne nach der Rückkehr einstellen – mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen frei zu testen. Zudem müssen Urlauber ihren Impf- oder Genesenennachweis vor der Einreise nach Deutschland über das Uploadportal der Digitalen Einreiseanmeldung hochladen. Dänemark verlangt ab dem 27. Dezember einen negativen Test bei der Einreise aus Deutschland. Ausgenommen von der Testpflicht sind unter anderem Tagesgäste und Urlauber mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein. Wer sich entschließt, lieber zuhause zu bleiben, muss mit Stornierungskosten rechnen – es sei denn, bei der Buchung wurde eine kostenfreie Stornierung mit dem Vertragspartner schriftlich und verbindlich geregelt.

Stornierungskosten bei Ferienhäusern

„Die Erfahrung aus den letzten zwei Jahren zeigt, dass sich Vermieter von Ferienunterkünften nur in Ausnahmefällen auf eine kostenfreie Stornierung einlassen“, sagt Kerstin Heidt, Juristin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Gute Chancen auf eine kostenfreie Stornierung haben Urlauber nur bei Pauschalreisen. Eine Pauschalreise liegt vor, wenn mindestens zwei unterschiedliche Reiseleistungen für eine Reise zusammen gebucht wurden. Dazu gehören zum Beispiel Flüge, Busfahrten, Unterkünfte oder Mietwagen. Die Einstufung als Hochrisikogebiet ist verbunden mit einer Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die betreffenden Länder. Diese ist die Voraussetzung für den Anspruch auf kostenfreie Stornierung bei einer Pauschalreise.

Das können Urlauber bei einer Stornierung tun

Bei Einzelbuchungen wie der Miete eines Ferienhauses gilt die Regelung für kostenfreie Stornierungen nicht. Wer den Urlaub absagen will oder muss, nimmt am besten direkt Kontakt mit dem Vertragspartner auf. Oft lässt sich eine einvernehmliche Lösung finden. Möglich wäre zum Beispiel eine Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt oder zu einem anderen Ort. Die Verbraucherzentrale bietet hier kostenfreie Musterbriefe zu Corona-bedingten Stornierungen an.

Teil-Lockdown in Dänemark

Wegen der hohen Ansteckungsgefahr hat die dänische Regierung laut übereinstimmenden Medienberichten weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens angekündigt, die zunächst für die kommenden vier Wochen gelten sollen. Demnach bleiben Museen, Theater, Kinos, Kasinos, Messezentren, Bürgerhäuser, Zoos, Vergnügungsparks und Veranstaltungslokale geschlossen. Geschäfte und Restaurants müssen die Anzahl ihrer Kunden verringern.

Zu Zeit wächst die Liste der vom RKI als Hochrisikogebiete ausgewiesenen Länder stetig. Das macht die Urlaubsplanung komplizierter und zieht für Reisende verschiedene Beschränkungen und ein erhöhtes Quarantäne-Risiko nach sich. Tipps für die sichere Reiseplanung in der Pandemie bietet die Verbraucherzentrale auf ihrer Übersichtsseite.

 

 

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