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So versichern Sie sich gegen Pannen im Urlaub

Pressemitteilung vom

Bei einer Reise ins Ausland ist der passende Versicherungsschutz wichtig. Sonst müssen Urlauber im Krankheitsfall oder bei einer abgebrochenen Reise selbst für die Kosten aufkommen. Bei verlorenem Gepäck zahlt häufig die Hausratversicherung.

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Krankheit, Diebstahl, verschwundenes Gepäck: So versichern Sie sich gegen Pannen im Urlaub

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Behandlungen bei einer akuten Erkrankung oder bei einem Unfall in EU-Mitgliedsländern und in den Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Beim Arzt oder in der Klinik müssen die Patienten die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) und ihren Personalausweis vorlegen.

Absichern gegen Krankheit im Ausland

Bei Reisen in andere Länder empfiehlt sich eine Auslandsreisekrankenversicherung. Damit können sich Urlauber für den Fall absichern, dass sie auf Reisen krank werden. Die Versicherung sollte alle wichtigen medizinischen Behandlungskosten erstatten und die Kosten für den Krankentransport nach Hause übernehmen. Ein wichtiger Punkt für Eltern ist die Möglichkeit, mit ihren Kindern im Krankenhaus untergebracht zu werden.

Die günstigste Lösung ist meist ein Jahresvertrag, der alle Reisen während der Laufzeit abdeckt. "Damit ist auch der spontane Wochenendausflug ins Ausland abgesichert", sagt Dr. Boris Wita, Jurist bei der Verbraucherzentrale.

Eine Auslandsreisekrankenversicherung kostet je nach Alter und Gesundheitszustand etwa 20 bis 70 Euro für ein Jahr. Es gibt Verträge für Singles, Paare und Familien. Ein wichtiges Detail im Kleingedruckten ist die begrenzte Dauer des Versicherungsschutzes. Meist sind 42 bis 70 Tage pro Reise versichert. Wer einen längeren Aufenthalt im Ausland plant, braucht eine entsprechende Zusatzversicherung.

Reiserücktrittversicherung lohnt sich für Frühbucher

Wer eine teure Reise lange im Voraus plant, kann sich für den Fall absichern, dass etwas dazwischenkommt. Vor dem Urlaub mit Kindern sollten Verbraucher die Versicherung für die ganze Familie abschließen. Sie übernimmt die Kosten bei Stornierungen und Umbuchungen für alle Versicherten. Dabei sollten Verbraucher darauf achten, dass die Versicherung auch bei einem abgebrochenen Urlaub zahlt. Angebote auf Buchungsportalen und den Internetseiten von Fluggesellschaften bieten meist kein gutes Preis-Leistungsverhältnis. "Besser ist ein Vergleich mehrerer Versicherer", sagt der Experte. Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab und liegen etwa bei 100 bis 200 Euro.

Hausratversicherung für das Gepäck

Wer eine Hausratversicherung hat, sollte im Vertrag nachschauen, ob sie Reisegepäck abdeckt. Die Versicherung zahlt nur, wenn das Gepäck bei einem Einbruch aus einem Gebäude gestohlen wurde. Sie bietet aber den Vorteil, dass sie den Neuwert erstattet. "Wer Wertgegenstände wie Kameras, Elektronikgeräte oder teure Kleidung mitnimmt, sollte diese vorher auflisten und fotografieren", empfiehlt der Experte. Denn: Im Schadensfall muss der Versicherungskunde den Wert nachweisen. Reisegepäck-Versicherungen sind oft unnötig, denn für Verlust und Beschädigung von aufgegebenem Gepäck muss der Beförderer zahlen, also zum Beispiel die Fluggesellschaft. Die Bahn haftet nicht für gestohlenes Gepäck.

Überblick behalten und rechtzeitig kündigen

Viele Verbraucher haben mit ihrem Kreditkartenvertrag oder einer Mitgliedschaft im Automobilclub Reise-Zusatzversicherungen abgeschlossen. Hier lohnt es sich, bei der Urlaubsplanung die Vertragsbedingungen zu prüfen. Generell haben Versicherungen eine begrenzte Laufzeit, die sich

automatisch verlängert, wenn der Kunde nicht rechtzeitig kündigt. "Wer die Zusatzversicherung nach der Reise nicht mehr braucht, sollte sie direkt kündigen, um die Kosten in Grenzen zu halten", empfiehlt Boris Wita.

Im Schadensfall unabhängigen Rat nutzen

Wenn die Versicherung im Schadensfall nicht für die Kosten aufkommen will, kann eine Rechtsberatung bei der Verbraucherzentrale helfen. Hier prüfen unabhängige Experten die Vertragsbedingungen und leisten Hilfe zur Selbsthilfe für Verbraucher.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.