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Bildungsministerin besucht Verbraucherschule Gemeinschaftsschule Wilster

Pressemitteilung vom

Bildungsministerin Britta Ernst informierte sich am 15. Januar über das besondere Angebot der Gemeinschaftsschule Wilster zur Verbraucherbildung.

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Bildungsministerin Britta Ernst besucht die Verbraucherschule Gemeinschaftsschule Wilster

Bildungsministerin Britta Ernst informierte sich am 15. Januar über das besondere Angebot der Gemeinschaftsschule Wilster zur Verbraucherbildung. Sie nahm sich drei Stunden Zeit, um die Schule kennenzulernen und ließ sich von Schülerverbraucherberaterinnen und -beratern zu verschiedenen verbraucherrechtlichen Themen beraten.

Ministerin Britta Ernst zeigt sich beeindruckt: "Schülerinnen und Schüler sind auch Konsumenten. Damit sie lernen, selbstbestimmt, nachhaltig und sozial verantwortlich Entscheidungen zu treffen, gibt es seit dem Schuljahr 2009/10 das Fach Verbraucherbildung an unseren Gemeinschaftsschulen. Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv und die Gemeinschaftsschule Wilster hat dies Thema beispielhaft weiterentwickelt."

Schulleiterin Marlis-Krumm-Voeltz sieht in Verbraucherbildung eine große Chance für ihre Schülerinnen und Schüler. "Damit kommen Konsumthemen in den Unterricht, Schülerinnen und Schüler lernen Dinge, die für ihr praktisches Leben wichtig sind und zwar in allen Kernthemen der Verbraucherbildung: Finanzen, Medien, Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit", so Marlis Krumm-Voeltz.

Die Gemeinschaftsschule Wilster ist für ihr Engagement bereits 2013 als erste Verbraucherschule Deutschlands ausgezeichnet worden.

"Den Entwicklungsprozess der Gemeinschaftsschule Wilster als Verbraucherschule konnte die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. dank einer Projektförderung durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz von Beginn an begleiten." so Stefan Bock, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V.

"Mit Workshops für die Schülerinnen und Schüler, Fortbildungen für Lehrkräfte, Informationsveranstaltungen für Eltern und Unterstützung bei Tagen der offenen Tür unterstützen wir den Prozess" erläuterte Katrin Rieger, Projektleiterin, Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V.

Dorothea Venzke, verantwortliche Lehrerin für Verbraucherbildung, stellte die Entwicklung der Schule im Detail vor: Die Schule hat ein Schulprofil Verbraucherbildung entwickelt, ein Schulteam Verbraucherbildung gebildet, die Eltern eingebunden, ein Konzept zur Verbraucherbildung und die notwendigen Fachcurricula erstellt. "An unserer Schule ist Verbraucherbildung zudem die Unterrichtsbasis in den flexiblen berufsvorbereitenden Übergangsklassen. Unsere fundierten Erfahrungen in der Berufsorientierung führen wir zielgerichtet mit den Inhalten der Verbraucherbildung zusammen. So wird das Spektrum der Handlungskompetenz im Alltag bedeutend erweitert." erläutert Marlis Krumm-Voeltz. "Der Motor der gesamten Entwicklung war und ist unsere Frau Venzke. Nur durch ihr Engagement können wir uns heute Verbraucherschule nennen." So Frau Krumm-Voeltz weiter.

"Wir legen besonderen Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler eigene Haltungen entwickeln, die durch die bewusste Reflexion der eigenen Lebenssituation und das Wissen um lokale und globale Zusammenhänge geprägt ist", so Dorothea Venzke. Um dies zu erreichen, werden auch über den Unterricht hinaus Aktionen und Projekttage zu verschiedenen Themen der Verbraucherbildung angeboten. Diese Maßnahmen sind fest im Schulcurriculum verankert. Hier können sich die Lernenden mit den Themen Finanzen, Ernährung und Gesundheit, Medien und nachhaltiger Konsum auseinandersetzen.

Eine besondere Maßnahme ist die Ausbildung von Schülerverbraucherberatern, die ihren Mitschüler und Eltern zu Themen ihrer Lebenswelt beraten oder erklären, wie sie sich Informationen beschaffen und Vergleiche und Tests richtig lesen können. Dazu lernen sie, was Beratung ausmacht und wie umfassend sie sein kann. Die Schülerinnen und Schüler lernen auch sich abzugrenzen. Daher geben sie keine konkrete Handlungsempfehlung, sondern leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, sich im Dschungel der Produktinformationen zurechtzufinden. Deshalb wird beispielsweise das Lesen von Testtabellen geübt. Die Schülerverbraucherberater üben die Auswahl eines bestimmten Produkts anhand bestimmter Kriterien und können ihre Entscheidungen begründen. Ziel ist, dass sie Ratsuchende unterstützen, eigene Entscheidungen zu treffen.

Besonders ist auch die Kooperation mit Grundschulen im Umkreis.

In diesem Jahr soll mit der Wolfgang-Ratke-Grundschule in Wilster ein Projekt "Schüler fördern Schüler – Money & Kids" etabliert werden.

Gerade bildet die Schule auch Mareike Groth, Lehrkraft im Vorbereitungsdienst (LiV), im Fach Verbraucherbildung aus.

Andere Schulen sollen die Möglichkeit erhalten, von den Erfahrungen der Gemeinschaftsschule Wilster zu profitieren. "Deshalb planen wir gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in den kommenden zwei Jahren eine Reihe von Veranstaltungen, mit denen wir uns interessierten Schulen und Lehrkräften öffnen möchten", sagt Marlis Krumm-Voeltz abschließend.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.