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Patientenverfügung: Auf Details kommt es an

Pressemitteilung vom

Nur wenn Erkrankungen und Behandlungsmethoden genau <br/>
beschrieben sind, ist die Patientenverfügung rechtlich bindend.

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Wer sicher gehen möchte, dass die Patientenverfügung im Ernstfall rechtlich wirksam ist, sollte sie möglichst präzise formulieren. Nur wenn das Dokument genaue Angaben über die vorliegende Erkrankung, Behandlungssituation oder ärztliche Maßnahmen enthält, ist es bindend. Das hat der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil entschieden.

Behandlungen und ihre Folgen

Viele Menschen nutzen das Beratungsangebot der Verbraucherzentrale zur rechtlichen Vorsorge. "Bei der Patientenverfügung geht es um Entscheidungen, die höchstpersönlich sind und nicht unter Druck getroffen werden sollten", so Joanna Batista, Rechtsreferentin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. "Auf jeden Fall sollte man sich über Behandlungsmöglichkeiten und ihre Folgen beraten lassen."

Die Familie im Ernstfall entlasten

In einer Patientenverfügung lassen sich einzelne medizinische Maßnahmen darstellen. Dazu gehören etwa künstliche Ernährung, Flüssigkeitszufuhr oder Beatmung sowie Dialyse, Antibiotika und andere. Wichtig und hilfreich sind genaue Angaben nicht nur für den behandelnden Arzt, sondern auch für die Familie des Patienten.

"Angehörige leiden ohnehin schon unter der Situation", so Batista weiter, "man sollte sich also gut überlegen, wieviel Last man ihnen mit medizinischen Entscheidungen aufbürden möchte."

Persönlichen und umfassenden Rat zum Thema bietet die Verbraucherzentrale in ihren Beratungsstellen an.

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