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Neues Haus gefällig?

Pressemitteilung vom

Versuchter Betrug bei der Immobiliensuche…

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Es traten in letzter Zeit bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein gehäuft Beschwerden auf, dass Verbraucher auf der Suche nach einem geeigneten neuen Zuhause Opfer oder fast Opfer von Betrügereien wurden. "Die beanstandeten Fälle fanden auf den Internetplattformen immonet.de und immobilienscout.de statt" berichtet Joanna Batista, Rechtsreferentin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Dabei wurde von den Verbrauchern eine vom Grundsatz her ähnliche Vorgehensweise beschrieben. Ob bei der Suche nach Kauf oder nach Miete, es handelt sich dabei immer um vergleichsweise sehr preiswerte Angebote. Die Verbraucher kontaktieren den Anbieter und werden dann auf zweierlei Weise zur Zahlung einer bestimmten Summe aufgefordert.

Bei den Mietwohnungen wird man von den angeblichen Vermietern angerufen und darauf hingewiesen, man bekomme nur einen Besichtigungstermin, wenn man bereit sei, zuerst einen Betrag in Höhe von ca. 60,- Euro zu zahlen.

Bei den Kaufangeboten ist die Vorgehensweise komplexer. Frau K. wurde selbst fast Opfer eines solchen Betruges. Sie wurde von den angeblichen Eigentümern per Email angeschrieben. Sie seien aus geschäftlichen Gründen nur vorübergehend in Deutschland wohnhaft gewesen und nun wieder im Ausland. Daher hätten sie eine Agentur beauftragt, den Verkauf der Immobilie abzuwickeln. Diese ist mit dem Sitz ebenfalls im Ausland, meldet sich einen Tag später und erklärt die weitere Vorgehensweise. Danach bekomme man, so berichtet Frau K., einen Vorvertrag zugemailt und solle dann zur Untermauerung des ernsthaften Interesses innerhalb der nächsten 72 Stunden einen Betrag in Höhe von 2,5% des Kaufpreises auf das ebenfalls im Ausland befindliche Agenturkonto überweisen. Wenn man das nicht macht, wird Druck ausgeübt.

"Wir raten Verbrauchern dazu, auf solche Geldforderungen nicht einzugehen," so Joanna Batista, "es kann sich nämlich als unmöglich erweisen, auf Auslandskonten überwiesene Geldsummen wieder zurück zu erlangen. Seriöse Anbieter verlangen normalerweise kein Geld im Vorwege. Und schon gar nicht sollte man sich unter Druck setzen lassen. Wir empfehlen zudem, diese Fälle zur Strafanzeige bei der Polizei zu bringen."

Recherchen von Frau K. haben ergeben, dass die Eigentümer der von den dubiosen Verkäufern angebotenen Immobilien gar keine Kenntnis von den Inseraten hatten.

Bei Rückfragen können sich Verbraucher gerne an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein wenden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.