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Lebensmittel-Vorräte regelmäßig verbrauchen

Pressemitteilung vom

Die jüngsten Empfehlungen für einen Notfallvorrat dürfen nicht dazu führen, dass noch mehr Lebensmittel im Müll landen. Wer Vorräte anlegt, sollte diese regelmäßig verbrauchen und erneuern.

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Konserven oder Kekse? Was sich für die Vorratshaltung eignet, hängt nicht allein von der langen Haltbarkeit ab. Das Wichtigste beim Kauf von Vorräten: Es sollten nur Lebensmittel sein, die im Haushalt regelmäßig auf den Tisch kommen. "Reis, Hülsenfrüchte oder Konserven, die jahrelang in der Speisekammer lagern und irgendwann im Müll landen, dürfen nicht das Ergebnis eines solchen Aufrufs sein", so Gudrun Köster von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Das Konzept der Vorratshaltung für Krisenzeiten ist nicht neu: im Jahr 1961 gab es ähnliche Empfehlungen. Die "Aktion Eichhörnchen" wurde trotz aufwändiger Werbung ein Flop. Bei einer Überprüfung zeigte sich, dass offenbar nur zwei bis drei Prozent aller Haushalte den Empfehlungen zur Vorratshaltung gefolgt waren.

Was kann man daraus lernen? Die Empfehlungen zur Vorratshaltung müssen realistisch sein und sich an den Lebensumständen der Menschen orientieren. Dafür braucht man das nötige Geld, den Lagerplatz und auch die Einsicht in die Notwendigkeit. Nicht jeder hat einen großen Keller oder eine Speisekammer zur Verfügung.

Natürlich kann es nicht schaden, einen Kasten Wasser auf Vorrat zu haben. Auch ein paar Konserven, Haferflocken, Knäckebrot oder Zwieback sowie Marmelade und Honig können sinnvoll sein. Das kann man notfalls auch essen, wenn Strom und Wasser fehlen. Das Wichtigste ist aber, dass diese Lebensmittel auch im Alltag zum Speiseplan gehören, immer wieder verbraucht und erneuert werden.

Tipps zur richtigen Lagerung finden Sie hier.

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