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Grillen im Corona-Sommer: Regionales und Veggie-Produkte im Trend

Pressemitteilung vom

Die Coronakrise verändert die Essgewohnheiten vieler Menschen. Zuhause bleiben und selbst kochen wird beliebter, Qualität wird wichtiger. Viele Verbraucher*innen probieren auch Fleischersatz aus. Zum sommerlichen Grillen passen diese Trends besonders gut.

Gemüse und Fleisch auf Grillrost
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Seit sich die Coronakrise in Deutschland verbreitet hat, stehen regionale, hochwertige Lebensmittel und Selbstgemachtes hoch im Kurs. Nach einer Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft legen 80 Prozent der Befragten beim Fleischkauf großen Wert auf regionale Herkunft. 30 Prozent geben außerdem an, dass sie häufiger als vor der Krise selbst kochen. Für die Grillsaison heißt das: Fleisch aus der Region und selbstgemachte Salate sind gefragt.

Tipps für Grillfleisch und Veggie-Produkte

Wer beim Fleischkauf Wert auf Tierwohl legt, findet im Supermarkt mit der Kennzeichnung Haltungsform Stufe 3 und 4 passende Produkte. Im Hofladen oder beim Schlachter des Vertrauens kann man sich direkt nach der Tierhaltung erkundigen. Damit das sorgfältig ausgewählte Fleisch vom Grill besonders gut schmeckt, kann man es 24 Stunden vorher in eine selbstgemachte Marinade mit frischen Kräutern einlegen. Wer nach den jüngsten Fleisch-Skandalen nach Alternativen sucht, findet eine große Auswahl an Soja-Schnitzeln, Veggie-Wurst und anderen Ersatzprodukten. Die Nachfrage nach vegetarischem Fleischersatz ist laut Statistischem Bundesamt gestiegen, die produzierte Menge hat im ersten Quartal 2020 um 37 Prozent zugenommen.  Vegetarische und vegane Alternativen eignen sich zum Marinieren und Grillen genauso gut wie Fleisch. Frische Salate, Dips und Brot dazu machen den Grillgenuss zu einer ausgewogenen Mahlzeit.

Vorsicht mit Alufolie

Alufolie ist beim Grillen besonders beliebt. Häufig landet Fisch mit Zitrone oder gesalzenes Gemüse und Käse in Alufolie auf dem Grill. „Das ist keine gute Idee, denn Salz oder Säure können Bestandteile aus der Alufolie lösen, die ins Grillgut gelangen und mitgegessen werden“, sagt Saskia Vetter Referentin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Besser ist es deshalb, das Grillgut direkt auf den Rost zu legen oder erst nach dem Garen zu würzen.“ Marinierte Speisen sind eine Ausnahme: Hier sollte eine Grillschale die Tropfen auffangen, damit sie nicht in die Glut gelangen und dort krebserregende Stoffe entstehen lassen. Geflügel oder Hackfleisch muss immer gut durchgegart sein, um krankmachende Keime abzutöten. 

Reste verwerten und Müll vermeiden

Grillreste nimmt man am besten in Glas-, Edelstahl- oder Porzellanbehältern mit. Bunte Servietten sind zum Einwickeln nicht geeignet, denn sie können Schadstoffe an die Lebensmittel abgeben. Einweggeschirr hat die Müllbelastung in den letzten Jahren um 70 Prozent steigen lassen, was der Umwelt und den Meeren schadet. Insgesamt verursacht die Corona-Pandemie zusätzlichen Müll – unter anderem, weil Menschen wieder mehr verpackte Lebensmittel kaufen und öfter Essen zum Mitnehmen bestellen. Um unnötigen Müll beim Grillabend zu vermeiden, ist wiederverwendbares Geschirr die beste Lösung.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.