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Gefährliche Produkte aus dem Online-Handel

Fehlende Warnhinweise, stark überdosierte Inhaltsstoffe oder Verunreinigung mit Keimen – bei Kosmetik, Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Online-Handel entdecken Behörden und Verbraucherschützer regelmäßig unsichere und verbotene Produkte. 

junge Frau liegt mit Laptop auf dem Bett
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In einem Brandbrief an drei Bundesministerien fordern die Handelsketten Rossmann, dm und Douglas aktuell schärfere Kontrollen für den Verkauf von Kosmetikprodukten über Online-Anbieter wie Amazon und Ebay. „Damit unterstreichen die Unternehmen, was die Verbraucherzentrale seit langem bemängelt: Der Internethandel muss nicht nur bei Kosmetikprodukten, sondern auch bei Lebensmitteln wie Nahrungsergänzungsmitteln und Schlankheitsmitteln besser überwacht werden“, sagt Gudrun Köster, Expertin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Unerlaubte Produkte und falsche Werbeversprechen

Bei einer EU-weiten amtlichen Kontrolle von Online-Shops wurden kürzlich auf 1.000 überprüften Seiten 800 Produkte gefunden, die gesetzliche Anforderungen nicht erfüllen und somit eigentlich nicht auf dem Markt sein dürften. „Das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges. Unsere Testkäufe bringen immer wieder erschreckende Ergebnisse“, so Gudrun Köster. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale zu Gelenkmitteln ergab, dass 73 Prozent der Produkte aus dem Internet mit nicht zugelassenen Angaben beworben werden. Falsche Versprechen bei solchen Nahrungsergänzungsmitteln sind irreführend und riskant, da Betroffene im Glauben an die angepriesene Wirkung des Produkts unter Umständen auf ärztliche Behandlung verzichten. Aus Sicht der Expertin gibt es dagegen nur eine Lösung: „Strengere Regulierung des Marktes, häufigere Kontrollen und bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Rechtsverfolgung sind überfällig.“

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.