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Faire Woche 2018: Kaffee-Verkostung und Informationen zum fairen Handel

Pressemitteilung vom

Zur Fairen Woche vom 14. bis 28. September 2018 lädt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein alle Interessierten ein, sich über fairen Handel zu informieren und Kaffee und Schokolade zu probieren. Während der bundesweiten Aktionswoche stellen Geschäfte, Gruppen, Vereine und Schulen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit dem fairen Handel vor. 

Schokolade und Banane aus fairem Handel, Fairtrade-Symbol
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Die Verbraucherzentrale bietet Informationen zum fairen Handel während der Fairen Woche. Die Aufklärung über verlässliche Siegel steht dabei im Vordergrund. „Bei einer Tasse fair gehandeltem Kaffee können Interessierte in unseren Beratungsstellen vieles über Produkte aus fairem Handel erfahren“, so Gudrun Köster, Expertin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale. Wer einen wiederverwendbaren To-Go-Becher mitbringt, kann auch einen Kaffee für unterwegs mitnehmen.

Mehr Gerechtigkeit im Welthandel

Viele Rohstoffe und Produkte wie Kaffee, Kakao, Orangensaft, Bananen oder Baumwolle stammen aus Ländern, in denen Armut herrscht. Niedrige Weltmarktpreise und extrem niedrige Löhne bei bis zu 60 Wochenstunden Arbeit reichen für viele Kleinbauern und Arbeiter nicht zum Leben. Die Folgen sind Armut, Kinder- und Zwangsarbeit. Hier setzt der faire Handel an. Das Ziel sind gerechtere Handelsstrukturen, damit Bauern und Arbeiter auf den Plantagen ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft sichern können.

Was fairer Handel bedeutet

Der Begriff fairer Handel ist nicht rechtlich geschützt, und es gibt kein einheitliches Siegel für faire Produkte. Aber die internationalen Dachorganisation des fairen Handels (Fairtrade International, World Fair Trade Organization und European Fair Trade Association) haben Grundsätze für den fairen Handel entwickelt. Diese umfassen zum Beispiel
•    faire Preise für Rohstoffe
•    angemessene Bezahlung und Gesundheitsschutz für Arbeiter
•    Prämien für nachhaltige Projekte, etwa zur Gesundheits- und Altersvorsorge, Bildung oder ökologische Vorhaben
•    langfristige transparente und partnerschaftliche Handelsbeziehungen zwischen den Produzentenkooperativen und den Importeuren ohne ausbeuterischen Zwischenhandel
•    Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, freien Zugang zu Gewerkschaften und Gleichberechtigung von Frauen

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.