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Extrawurst für Kinder im Check: Viel Fett und ungesunde Zusatzstoffe

Pressemitteilung vom

Mit Disney-Prinzessinnen und Figuren aus dem Animationsfilm Cars will eine Aldi-Eigenmarke Kindern ihre Wurst schmackhaft machen. An gesundheitsbewusste Eltern richten sich offenbar die groß aufgedruckten Hinweise „30 Prozent weniger Fett“ und „mit 15 Prozent magerem Geflügelfleisch“. Doch der Blick auf die Zutatenliste macht deutlich: Dieses Produkt ist für Kinder nicht empfehlenswert.

Kinder-Mortadella von Aldi
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Selbst wenn es Eltern beim Einkauf gelingt, das Süßigkeiten-Regal geschickt zu umgehen, entdecken die Kleinen wenige Schritte weiter im Kühlregal ganze Produktwelten grellbunt verpackter Quengelware. Macht die Extrawurst für Kinder auf den ersten Blick einen halbwegs gesunden Eindruck, ist die Kaufentscheidung schnell getroffen. Denn wer hat mit kleinen Kindern im Supermarkt noch Zeit und Nerven, winzig gedruckte Zutatenlisten und Nährwerttabellen zu vergleichen? 

84 Prozent teurer als vergleichbare Wurst

Vor allem beim Preis unterscheidet sich die Kinder-Mortadella von einer ähnlichen Wurst desselben Herstellers: Die 200 Gramm Packung kostet 85 Cent. Für das Kinderprodukt zahlen Eltern mit 99 Cent für 125 Gramm rund 84 Prozent mehr. Mit der hellblauen Verpackung und dem Hinweis auf weniger Fett wirkt die Kinder-Mortadella wie ein Light-Produkt.

Nährwerttabelle

Doch der Check mit der Lebensmittelampel zeigt: Mit ihrem hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Salz liegt die Wurst im roten Bereich. Der Gesamtgehalt an Fett liegt knapp unter dem roten Bereich.

Umstrittene und unnötige Zusatzstoffe

Als Zusatzstoff enthält das Kinderprodukt Diphosphate. Diese werden bei der Wurstherstellung häufig eingesetzt, sind aber umstritten und bei der Herstellung von Bio-Wurst sogar verboten. Diphosphate standen im Verdacht, bei Kindern die Verhaltensstörung Hyperaktivität auszulösen.

Zutateneliste

 

 

 

 

 

 

Dies konnte nie bewiesen werden, trotzdem raten Experten aus verschiedenen Gründen, diesen Zusatzstoff zu vermeiden. Nicht zuletzt deshalb, weil er die Aufnahme wichtiger Mineralstoffe vermindert. Deshalb sind Diphosphate gerade für Kinder nicht zu empfehlen.
 

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.