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Afrikanische Schweinepest in Deutschland: Ausbreitung verhindern

Pressemitteilung vom

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist seit September 2020 bei mehreren Wildschweinen in Deutschland nachgewiesen worden. Diese Virusinfektion verläuft für Wild- und Hausschweine in der Regel tödlich. Für Menschen besteht keine Gesundheitsgefahr.

Wildschwein in Nahaufnahme
Off

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat Anfang September wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze den Kadaver eines toten Wildschweins gefunden, bei dem ASP nachgewiesen wurde. Das Bundesministerium hat daraufhin einen Krisenstab eingerichtet. Experten befürchten, dass die ASP von Wildschweinen auf Hausschwein-bestände übertragen wird und es dadurch zu erheblichen (wirtschaftlichen) Schäden kommt. Bislang gibt es keine ASP-Fälle bei Hausschweinen in Deutschland.

Keine Gefahr für Menschen und Haustiere

Für Menschen und Haustiere ist das Virus ungefährlich. „Der ASP-Erreger ist nicht auf Menschen übertragbar, auch nicht beim Verzehr von infiziertem Fleisch. Wild- und Schweinefleisch sowie daraus hergestellte Produkte können Verbraucher*innen ohne Bedenken essen“, so Saskia Vetter von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.
Allerdings können sich Wild- und Hausschweine über tierische Essensabfälle infizieren. So können Verbraucher*innen helfen, die Ausbreitung der Seuche zu verhindern:

  • Abfälle im Haushalt, an Raststätten oder Parkplätzen nur in geschlossenen Behältern entsorgen. Das gilt auch für Proviantreste oder Fleischreste an Grillplätzen.
  • Keine Schweinefleisch-Produkte aus dem Ausland mitbringen.
  • Wer ein totes Wildschwein findet, sollte den Kadaver nicht berühren, sondern das zuständige Veterinäramt oder die Polizei über den Fundort informieren.

Weitere Informationen bieten das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bzw. das Friedrich-Loeffler-Institut und das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein auf seiner Themenseite.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.