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In Asien gekauft, in Deutschland geärgert!

Pressemitteilung vom

Der Einkauf asiatischer Produkte hat seine Tücken. In Deutschland geltende Verbraucherrechte haben häufig in Asien keine Gültigkeit.

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Die Globalisierung hat es den Verbrauchern ermöglicht, per Mausklick Waren jeglicher Art rund um die Uhr aus den entferntesten Ecken der Welt kaufen zu können. Viele Verbraucher bestellen gerade von asiatischen Anbietern Kleidung oder elektronische Artikel, die in der Regel sehr günstig sind und oftmals bestimmten Marken verblüffend ähnlich sehen. Doch Vorsicht! Hier steckt der Teufel im Detail: "Viele Verbraucher übersehen im Kaufrausch, dass zahlreiche der in Deutschland geltenden Verbraucherrechte in Asien entweder keine Gültigkeit haben oder nicht durchsetzbar sind", erklärt Boris Wita von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Das Problem haben Verbraucher auch bei Logistik-Dienstleistern wie Amazon. Dort ist etwa der Sitz der Händler aus China nicht sofort ersichtlich. So ist beispielsweise ein Widerruf so gut wie unmöglich. Gefällt die bestellte Ware nicht, macht ein Zurücksenden keinen Sinn, weil der Verbraucher sein Geld nicht zurückbekommt und die Rücksendekosten meist den Warenwert übersteigen.

Außerdem besteht bei Käufen von imitierter Markenware häufig die Gefahr, dass diese wegen des Verdachts auf Marken- und Produktpiraterie einbehalten und später vernichtet wird. Letztlich gibt es auch gesundheitliche Gründe, auf den Kauf zu verzichten. Denn Kleidung aus Fernost wird teilweise mit hochgiftigen Chemikalien behandelt, sodass sie Probleme wie Hautreizungen oder Allergien auslösen kann. Mitunter sind die Produkte so toxisch, dass die darin enthaltenen Chemikalien laut einer Studie von Greenpeace bereits deutsche Gewässer stark belasten.

Das Fazit der Verbraucherzentrale fällt eindeutig aus: Hände weg!

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