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Schulden für das Studium? Umfrage der Verbraucherzentrale

Pressemitteilung vom

Viele junge Menschen können sich das Studium an einer Hochschule nur leisten, wenn sie sich für ihren Lebensunterhalt Geld leihen. Mit einer Umfrage will die Verbraucherzentrale herausfinden, in welcher Lebenssituation sich Student*innen verschulden und wie hoch das Risiko einer Überschuldung in dieser Gruppe ist.

Sparglas mit Geld fürs Studium
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Wer für das Studium aus dem Elternhaus auszieht, muss nach der aktuellen Sozialerhebung des Studentenwerkes mit 850 Euro Lebenshaltungskosten pro Monat rechnen. Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) soll mit Fördergeldern dafür sorgen, dass jeder unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern studieren kann. Doch diese Unterstützung reicht oft nicht aus. Etwa 70 Prozent der Student*innen verdienen Geld mit Nebenjobs. Rund 100.000 junge Menschen haben laut aktuellem Studienkredit-Test des Centrums für Hochschulentwicklung einen Studienkredit aufgenommen. Etwa doppelt so viele zahlen einen zuvor aufgenommenen Studienkredit ab.

Schulden bis zu 100.000 Euro

Nach bestandenem Abschluss wird der Start ins Erwachsenenleben schwierig, wenn sich während des Studiums ein Schuldenberg aufgetürmt hat. Bei BAföG-Empfängern bleiben die Schulden überschaubar. Sie müssen in der Regel höchstens 10.000 Euro zurückzahlen. Wer den Studienkredit der KfW beansprucht, sammelt bis zu 54.600 Euro Schulden an, die dann noch verzinst werden. „Kommen außerdem Kredite von kommerziellen Anbietern hinzu, entstehen schnell 100.000 Euro und mehr Schulden“, so Michael Herte von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Bessere Ausstattung der Hochschulen gefordert

„Aus unseren Verbraucherberatungen wissen wir, dass sich viele Menschen mit finanziellen Lebensentscheidungen schwer tun, wenn sie Schulden aus dem Studium über lange Zeit abzahlen müssen“, so Herte. Damit verzögern sich Pläne wie Familiengründung, Kauf einer Immobilie und das Sparen für eine private Altersvorsorge. Um diese Situation zu verbessern, wäre eine gute Ausstattung der Hochschulen mit kostenfreien Lehrmitteln und bezahlbaren Unterkünften nötig. Zudem fordert die Verbraucherzentrale, dass junge Menschen bereits in der Schule auf die finanziellen Herausforderungen einer Ausbildung vorbereitet werden. „Wir wollen, dass alle ein Studium beginnen können, ohne Angst vor Überschuldung haben zu müssen“, so Michael Herte.
Um die Interessen von Student*innen und ihren Familien gut vertreten zu können, benötigen wir mehr Informationen zu ihrer Situation. Wir bitten deshalb um Teilnahme an unserer Online-Umfrage.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.