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Die Verbraucherzentrale warnt: Vorsicht mit Trading-Gruppen auf WhatsApp

Auf WhatsApp werben Abzocker für Chatgruppen, wo Mitglieder vermeintliche Expertentipps für die Geldanlage mit Binären Optionen oder Kryptowährungen bekommen. Dahinter stecken äußerst riskante Finanzwetten, bei denen hohe Verluste drohen. Geworben wird auch über private Kontakte mit Kettenbriefen.

Online mit dem Handy

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Internet-Geschäfte mit Binären Optionen oder Kryptowährungen liegen im Trend, weil sie den schnellen Weg zum Reichtum versprechen. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Bei Finanzwetten mit Binären Optionen oder dem Kauf von digitalen Währungen sind extreme Kursschwankungen oder Totalverluste keine Ausnahme. „Für Betrüger sind das beste Voraussetzungen“, sagt Michael Herte von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „So genannte Broker oder Währungsentwickler bewegen ihre Kunden dazu, echtes Geld einzuzahlen – mit höchst ungewissen Erfolgsaussichten.“

Unseriöse Anlagetipps mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen

Über Werbung und Kontakte in sozialen Medien kommen Verbraucher mit solchen Trading-Angeboten in Berührung. „In der anhaltenden Niedrigzinsphase suchen viele Menschen nach neuen Möglichkeiten der Geldanlage“, beobachtet Michael Herte. „In unserer Beratung fragen Anleger regelmäßig, ob sie in digitale Währungen wie Bitcoin, IOTA oder Ripple investieren sollten.“ Die Kundenwerbung auf WhatsApp sieht Herte besonders kritisch. In Chatgruppen werden vermeintlich sichere Anlagetipps geteilt und Ansprechpartner genannt. Wie in einem Schneeballsystem nutzen unseriöse Anbieter dabei persönliche Netzwerke für ihre Zwecke. „Wer von Freunden in eine WhatsApp Gruppe eingeladen wird, hinterfragt die Empfehlungen dort kaum und trifft Entscheidungen eher nach Sympathie“, schildert Herte.

Werbeverbot auf Facebook für Binäre Optionen

Bis vor kurzem war Facebook eine beliebte Werbeplattform für Anbieter unseriöser Trading-Geschäfte. Facebook hat darauf reagiert und Werbung für solche Angebote seit dem 31. Januar 2018 verboten. Damit stellt Facebook Anzeigen für Kryptowährungen und Binäre Optionen auf eine Stufe mit Werbung für Drogen, Tabak, Waffen oder Pornografie. Die Verbraucherzentrale verzeichnet bereits Beschwerden von Verbrauchern, die hohe Verluste mit Binären Optionen erlitten haben. In einem Fall aus Kiel ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Seriöse und anbieterunabhängige Informationen zur Geldanlage bieten die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.