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Coronavirus lässt Aktienkurse einbrechen – jetzt ist Geduld gefragt

Pressemitteilung vom

An den weltweiten Aktienmärkten geht es zur Zeit abwärts: Die Ausbreitung des Coronavirus mit ihren wirtschaftlichen Folgen zieht heftige Kursschwankungen nach sich. Für Anleger bedeutet das vor allem eins: Ruhe bewahren und die langfristige Strategie im Auge behalten.

Bär und Bulle vor blauer Fläche mit Auf- und Abwärtspfeilen
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Wer in diesen Tagen auf die Entwicklung seines Depots blickt, muss sich auf einen Schrecken gefasst machen. Anleger dürfen aber trotz aktuell abstürzender Kurse gelassen bleiben. „Einzelaktien oder Investmentfonds sind langfristige Anlagen. Kursschwankungen treten dabei immer wieder auf“, erläutert Michael Herte, Referent für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Seine Empfehlung: „Wer das angelegte Geld nicht ganz dringend benötigt, kann diesen Absturz einfach aussitzen.“ Die aktuelle Lage zeigt beispielhaft, warum eine langfristige Anlagestrategie bei Geldanlagen mit Aktien oder ETFs (Aktienindexfonds) so wichtig ist. „Solche Anlageformen sind nur dann geeignet, wenn man mindestens zehn, besser zwanzig Jahre lang nicht auf das Ersparte angewiesen ist“, so Herte. Über einen so langen Zeitraum können Aktien deutlich höhere Erträge bringen als andere Geldanlagen. Verluste sind bei einem Zeitraum von 20 Jahren bei weltweit gestreuten Aktien ziemlich unwahrscheinlich. 

Bei Fondsparplänen gibt es jetzt mehr fürs Geld

Wer einen Fondsparplan hat, kann von den aktuellen Kurseinbrüchen später sogar profitieren. Beim Fondsparplan wird monatlich ein fester Betrag gespart. So kauft man eine Anlage stückweise über einen langen Zeitraum. Hier wirkt der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt): Stehen die Kurse niedrig, so werden beim Fonsparplan automatisch mehr Papiere erworben als bei hohen Kursen. Ein Beispiel: Beliebt bei Sparplananlegern ist der MSCI World Index, der noch zu Beginn dieses Jahres ein Allzeithoch erlebt hat. Seit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus ist der Index innerhalb weniger Tage um zehn Prozent  eingebrochen und hat mehr als 300 Punkte verloren. Wer seinen Sparplan unverändert bestehen lässt, erhält in dieser Phase rund zehn Prozent mehr Fondsanteile zum gleichen Preis. Wenn die Kurse wieder steigen, haben Anleger in diesem Fall günstig investiert. 
Trotzdem gilt beim Sparen immer die Regel: Die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und dringende Anschaffungen kommen zuerst. In Aktien zu investieren ist erst dann sinnvoll, wenn man darüber hinaus langfristig sparen kann. Tipps und Wissenswertes zur Geldanlage finden Sie hier

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