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Absichern gegen Altersarmut: Private Vorsorge ist unverzichtbar

Pressemitteilung vom

Für Durchschnittsverdiener wird die gesetzliche Rente künftig nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Eine zusätzliche private Vorsorge ist deshalb unbedingt notwendig. Damit sich betriebliche und private Altersvorsorge lohnen, sollten Verbraucher auf die Details im Vertrag achten.

Unterschrift unter einen Vertrag
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Wer 45 Jahre lang bei durchschnittlichem Lohn in die staatliche Rentenkasse eingezahlt hat, wird als Rentner weniger als die Hälfte des aktuellen Durchschnittseinkommens erhalten. Nach heutigem Stand werden Durchschnittsverdiener im Alter mit rund 1.440 Euro Rente pro Monat auskommen müssen. Sozialabgaben wie Beiträge für die Krankenversicherung sind dabei bereits berücksichtigt, doch zusätzlich gehen davon Steuern nach individuellem Steuersatz ab. „Die meisten Menschen werden ihren Lebensstandard im Alter nur aufrechterhalten können, wenn sie sich rechtzeitig zusätzlich absichern“, erläutert Michael Herte, Referent für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

45 Jahre ohne Unterbrechung sind die Ausnahme 

Die meisten Rentner von morgen werden deutlich weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens erhalten. Vor allem Mütter sind von Altersarmut bedroht, weil viele von ihnen nicht durchgehend arbeiten oder nur in Teilzeit berufstätig sind. „Aus der Beratung zur Altersvorsorge wissen wir, dass kaum ein Arbeitnehmer ohne Unterbrechung 45 Jahre lang angestellt ist und dabei immer den Durchschnittslohn erhält“, schildert Herte.

Betriebliche Altersvorsorge als Ergänzung der Rente

Eine tragfähige Altersvorsorge ist im besten Fall auf drei Säulen gebaut: die gesetzliche Rente, die betriebliche und die private Vorsorge. Die gesetzliche Rente bildet die größte Stütze. Ob es sich lohnt, in eine betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen, hängt vom Arbeitgeber und dem persönlichen Steuersatz ab. Meist wird die betriebliche Altersvorsorge als Entgeltumwandlung geführt. Das Bruttogehalt wird dabei nicht vollständig ausgezahlt. Ein Teil fließt in eine Rentenversicherung, die sich der Arbeitnehmer im Rentenalter auszahlen lässt. Auf diesen umgewandelten Gehaltsanteil werden erst im Rentenalter die Beiträge für Pflege-, und Krankenversicherung sowie die Einkommenssteuer fällig. Für Durchschnittsverdiener lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge vor allem dann, wenn der Arbeitgeber etwa die Hälfte der Prämien dazu gibt und einen Vertrag mit geringen Abschlusskosten organisiert. 

Geld anlegen in Riester-Vertrag oder Wohneigentum

Wer zusätzlich privat Geld anlegen will, kann sich mit der Riesterrente Zulagen oder steuerliche Vorteile vom Staat sichern. „Auch beim Riestern kommt es auf den Vertrag und die Abschlusskosten an“, erläutert Michael Herte. „Die Förderung gibt es nicht nur für Rentenversicherungen, sondern auch für einen Sparplan ganz ohne Vertriebs- und Verwaltungskosten.“ Ein anderer sinnvoller Weg der privaten Altersvorsorge ist Wohneigentum. Reichen Vermögen und Einkommen nicht aus, um eine Wohnung oder ein Haus zu finanzieren, kann eine Wohnungsgenossenschaft einen guten Einstieg bieten. Ziel solcher Genossenschaften ist nicht der möglichst hohe Gewinn, sondern das preiswerte Wohnen. So sichern sich Mitglieder die Möglichkeit, langfristig bezahlbare Mietwohnungen zu nutzen. 

Unabhängige Beratung zur Altersvorsorge

Die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale unterstützen Verbraucher mit weiteren Informationen und persönlicher Beratung zur Altersvorsorge.
 

 

 

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