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Energieausweis: Wichtige Entscheidungshilfe für Käufer und Mieter

Pressemitteilung vom

Der Energieausweis hilft, den Energieverbrauch im Haus einzuschätzen. Beim Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie ist er gesetzlich vorgeschrieben.

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Den fünfseitigen Energieausweis gibt es in zwei Formen. Der Verbrauchsausweis enthält Angaben über den Energieverbrauch, die sich an den Daten der letzten Nutzer orientieren.

Bedarfsausweis gibt den Energiestandard an

Präzisere Angaben finden sich im Bedarfsausweis. Diese Variante macht den Energiestandard des Gebäudes mit Energieeffizienzklassen von A+ bis H deutlich - so wie Verbraucher sie von Kühlschränken und Waschmaschinen kennen. Darüber hinaus enthält der Bedarfsausweis Vorschläge, wie sich der Energieverbrauch im Gebäude senken lässt. "Das sind reine Empfehlungen", sagt Carina Vogel, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. "Was möglich und sinnvoll ist, bespricht man am besten mit einem Energieberater."

Ausweispflicht bei Verkauf oder Vermietung

Verpflichtend ist der Energieausweis immer dann, wenn ein Haus gebaut, umfassend saniert, verkauft oder neu vermietet werden soll. Bei der Vermietung müssen die wichtigsten Kenndaten des Ausweises in der Immobilienanzeige genannt werden. Bei der Besichtigung eines Hauses oder einer Wohnung muss der Vermieter den Ausweis aushändigen oder gut sichtbar aushängen. Spätestens bei Vertragsabschluss bekommt der Mieter das Original oder eine Kopie. "Wer sein eigenes Haus bewohnt, braucht nicht unbedingt einen Energieausweis", erklärt Vogel. Das gilt dann, wenn die Baugenehmigung vor dem 1.10.2007 erteilt wurde.

Der Energieausweis ersetzt keine Energieberatung

Ein Energieausweis darf nur von Fachleuten mit besonderer Qualifikation ausgestellt werden. Die Energieeffizienz-Expertenliste führt einen großen Teil aller Sachverständigen auf. Wichtig ist: Ein Energieausweis ersetzt keine Energieberatung. "Wer plant, die Empfehlungen umzusetzen, sollte unbedingt eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen", empfiehlt die Expertin.

Keine genaue Prognose

Der Verbrauchsausweis liefert Mietinteressenten keine genaue Prognose über den künftigen Heizenergieverbrauch. Denn die Werte darin hängen maßgeblich vom Nutzerverhalten ab, zum Beispiel der eingestellten Raumtemperatur und den Lüftungsgewohnheiten. Alle Energieausweise beziehen sich auf das ganze Gebäude, nicht auf einzelne Wohnungen. Die Lage der Wohnung im Gebäude spielt aber eine erhebliche Rolle für den Energieverbrauch.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale

Bei allen Fragen zum Energieverbrauch in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Die Kostenbeteiligung beträgt hier 5 Euro pro 30 Minuten.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.