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Sonnenstrom aus der Steckdose: Jetzt selbst Energie erzeugen

Pressemitteilung vom

Solarstrom vom Dach ist günstiger und klimafreundlicher als Strom aus dem Netz. Mit den neuen kompakten Stecker-Solar-Geräten kommt die Energiewende in die Städte, denn damit lässt sich auch im Mehrfamilienhaus eigener Ökostrom produzieren.

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Wer in einer Miet- oder Eigentumswohnung eines Mehrfamilienhauses wohnt, hatte bisher kaum Möglichkeiten, zuhause Energie zu erzeugen. Das ändert sich jetzt mit den Stecker-Solar-Geräten, die neu auf den Markt kommen. Sie werden auch als Balkonkraftwerk, Plug-and-Play-Solar, Guerilla-PV oder Mini-Solarkraftwerk verkauft. „Es handelt sich dabei um kleine, kompakte Photovoltaik-Systeme mit einer Fläche von 1,5 bis 3 Quadratmetern“, erläutert Carina Vogel von unserer Energieberatung. „Diese Technik ermöglicht eine flexible Nutzung und lässt sich an Balkonbrüstungen, an Außenwänden, auf dem Dach, auf der Terrasse oder im Garten anbringen.“ Für den Anschluss genügt eine einfache Steckdose. Wichtig dabei: Die Geräte brauchen eine schattenfreie Ausrichtung zur Sonne Richtung Süden, damit sie gute Leistungen bringen können. 

Genug Sonnenstrom für einen Kühl- und Gefrierschrank

„Mit diesen kleinen Geräten kann fast jeder seinen Ökostrom aus Erneuerbaren Energien gewinnen. Das ist ein tolles Erlebnis, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und verringert den persönlichen CO2 –Fußabdruck“, so die Diplomingenieurin. Je nach Größe und Ertrag produzieren die kleinen Kraftwerke mit 200 bis 500 Kilowattstunden genug Strom, um damit einen Kühl- und Gefrierschrank zu betreiben. So verbrauchen Betreiber solcher Stecker-Solar-Anlagen weniger Strom aus dem Netz und sparen Geld. Wer den selbst erzeugten Strom nicht komplett verbraucht, kann den kleinen Überschuss ins öffentliche Netz einspeisen und erhält für etwa 100 Kilowattstunden eine Vergütung bis zu 9 Euro jährlich. In der Regel verzichten Nutzer aber darauf und verbrauchen den Strom lieber selbst.

Kosten und Voraussetzungen

Für den Betrieb eines Stecker-Solar-Gerätes müssen Nutzer ihren örtlichen Stromnetzbetreiber informieren. Verbieten können diese den Betrieb nicht. Viele Netzbetreiber haben sogar die Anmeldung vereinfacht. Für den Anschluss der Anlage ist eine Elektro-Fachkraft empfehlenswert. Diese kann auch gleich prüfen, ob ein Zweirichtungszähler vorhanden ist. Die neuen Zähler sind nötig, um richtig erfassen zu können, wieviel Strom produziert, verbraucht und ins Netz eingespeist wurde. Bis zum Jahr 2032 sollen die neuen Zähler in allen Haushalten verbaut sein. Verantwortlich dafür sind die Netzbetreiber. Die Anschaffungskosten eines Stecker-Solar-Geräts richten sich nach der Größe. Die Preisspanne reicht von wenigen 100 bis etwa 1.000 Euro. Das Land Schleswig-Holstein hat in diesem Sommer ein Klimaschutz-Förderprogramm aufgelegt und unterstützt den Kauf von Stecker-Solar-Geräten mit einer Leistung zwischen 250 und 600 Watt mit 200 Euro, maximal werden 50 Prozent der Kosten übernommen.

Unsere Energieexperten sind für alle Fragen erreichbar. 
•    Beratungstermine für Energie-Checks und telefonische Beratung gibt es bei den Beratungsstellen unter 0431 59 099 40.
•    Online-Beratung und Telefon-Hotline (0800 – 809 802 400, kostenfrei aus allen Netzen) für Fragen zum Energie sparen, Heizungstausch, Sanieren und Bauen, Förderungen sowie Nutzung von erneuerbaren Energien.
•    Kostenfreie interaktive Online-Vorträge: Vom Sofa aus können die Teilnehmer Live-Vorträge von Energieberater*innen der Verbraucherzentrale verfolgen und Fragen stellen. Teilnahme per Computer oder Live-Stream per Smartphone. Übersicht und Anmeldung hier. 

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.