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Heizen mit Gas – viele Verbraucher*innen zahlen mehr als nötig

Pressemitteilung vom

Seit dem 1. Januar 2021 zahlen Gasversorger für jede ausgestoßene Tonne CO2 eine Abgabe von 25 Euro. Die Bundesregierung hat den CO2 –Preis eingeführt, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Falls Energieversorger diese Kosten durch höhere Preise an ihre Kund*innen weitergeben, können diese mit einem Anbieterwechsel reagieren und die Mehrbelastung meist mehr als ausgleichen.

Thermostat an einer Heizung in Großaufnahme
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Bis zu acht Prozent könnte der Preis für das Heizen mit Gas in diesem Jahr im Vergleich zu 2020 steigen, wenn Unternehmen den CO2-Preis an ihre Kunden weiterreichen. „Das steht allerdings nicht fest, denn beim Gas sind die Beschaffungskosten für die Unternehmen seit zwei Jahren deutlich gesunken – und dieser Kostenvorteil ist bisher nicht oder kaum bei den Verbrauchern angekommen“, sagt Sascha Beetz, Referent für Energie und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Kosten senken mit einem Tarifwechsel

Bereits jetzt zahlen viele Gaskunden mehr als nötig. „Durch einen Tarif- oder Anbieterwechsel können Verbraucher ihre Kosten deutlich senken“, so Beetz. Die angebotenen Gastarife können sich in ihrer Höhe um mehr als 50 Prozent unterscheiden. Ein Beispiel: Sucht man in einem bekannten Vergleichsportal nach Gastarifen für eine 100 Quadratmeter große Wohnung im Raum Kiel mit 12 Megawattstunden Gasverbrauch pro Jahr ohne Bonuszahlungen, zeigen die Treffer Angebote mit monatlichen Kosten von rund 63 Euro bis rund 94 Euro an. Darin ist wie bei den meisten angebotenen Tarifen bereits der CO2-Preis enthalten.
Vergleichsportale im Internet machen den Wechsel einfach – dabei kommt es allerdings auf Details an, um Kostenfallen zu vermeiden. Meist schränken Voreinstellungen bei den Filtern die Auswahl unnötig ein und erschweren Vergleiche. Diese lassen sich aber leicht ändern. Neben dem Preis sind auch kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen wichtig. Bonustarife, Preisgarantien, Ökostrom und Online-Tarife halten nicht immer, was sie auf den ersten Blick versprechen. Hier zählt das Kleingedruckte.

Energieberatung nutzen

Wer die Energiekosten dauerhaft senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will, setzt am besten bei einer Veränderung der eigenen Heizgewohnheiten an. Sanierungsmaßnahmen und moderne Heiztechnik bieten langfristig das größte Potential für eine günstige Wärmeversorgung. Informationen und individuellen Rat dazu bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.
 

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